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3.2011 Das Magazin für Niedersachsen Kommunalfinanzen Ärzteversorgung Vollbeschäftigung hilfe vom Land vorreiter niedersachsen arbeit für alle KoMMuNalwahleN 2011 aucht "Zukunft br ung" t verantwor zum Wahlplakat n Herausnehme Mut zur Verantwortung

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Ausgabe 14/2011, Testergebnis gut 1,52 Testurteil: gut Test-Sieger Preisurteil: sehr günstig TESTSIEGER AUF BESTELLUNG. 18 Megapixel APC-C CMOS Sensor Full-HD-Video mit variabler Bildrate Inkl. 18-55 mm Objektiv ? Dreh- und schwenkbares 7,7 cm Clear View LC-Display ? Scene Intelligent Auto Modus für optimierte Kameraeinstellungen ? Basic+ und Kreativfilter ? Serienbildfunktion mit bis zu 3,7 Bildern/Sekunde ? Sehr kurze Auslöseverzögerung Gratis dazu: original CANON-Tasche »Deluxe Gadget Bag 100EG« im Wert von 69,99 EUR. Bestell-Nr.: Gratis dazu!* CANON-Digital-Spiegelreflexkamera »EOS 600D« UVP 91899 CANON »EOS 600D« 443 945 70 799,99 EUR zzgl. 5,95EUR Versandkosten Die Rückgabe des Artikels beinhaltet auch die Rückgabe der Gratiszugabe. Sie sparen 119.- Den ausführlichen Testbericht finden Sie in der Computer Bild, Ausgabe 14/2011. Jetzt bestellen: www.otto.de oder 0180-530 30 (Festnetz 14 Cent/Min., Mobilfunk max. 42 Cent/Min.)

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| editorial | Elisabeth Heister-Neumann MdL, stellvertretende CDU-Landesvorsitzende und Oberbürgermeisterkandidatin in Wolfsburg VERANTWORTUNG er 11. September 2011 ist für Niedersachsen ein wichtiges Datum - an diesem Tag finden die Kommunalwahlen statt. Alle Wahlberechtigten können entscheiden, wer in den nächsten fünf Jahren in ihrer Kommune die Politik bestimmen wird. Das ist für sie die Möglichkeit, zu beeinflussen, wie es in Niedersachsen weitergehen soll. Eine gute Zukunft für die Menschen in unserem Land braucht Mut zur Verantwortung. Unsere Kandidaten für die Räte und Kreistage sowie für die Ämter der Bürgermeister und Landräte haben diesen Mut. MUT ZUR VERANTWORTUNG schafft ARBEITSPLÄTZE Wir haben, auch dank der CDU-Wirtschaftspolitik, die größte Wirtschafts- und Finanzkrise in der Geschichte der Bundesrepublik gut überstanden. In Niedersachsen verzeichnen wir das höchste Wirtschaftswachstum und die geringste Arbeitslosigkeit seit der Wiedervereinigung. Die allermeisten Menschen müssen sich dank der CDU nicht um ihren Arbeitsplatz sorgen. MUT ZUR VERANTWORTUNG garantiert SICHERHEIT Alle Menschen in unserem Land haben Anspruch auf einen wirksamen Schutz gegen Verbrechen. Wir haben in Niedersachsen eine Aufklärungsquote bei Straftaten von sage und schreibe 63 Prozent. ZUKUNFT braucht MUT ZUR VERANTWORTUNG Unsere Politik ist darauf ausgerichtet, auch kommenden Generationen eine gute Zukunft in einer liebens- und lebenswerten Umgebung zu sichern. Und weil die Zukunft zu Hause anfängt, haben auch Sie den Mut zur Verantwortung: Geben Sie am 11. September Ihre Stimmen den Kandidaten der CDU. Foto: Sascha Hahne Das Magazin für Niedersachsen | 3.2011

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schwerpunkt Mit Zuversicht schaut nicht nur Niedersachsens Handwerk in die Zukunft, sondern auch die CDU auf die Kommunalwahlen. Denn die Partei hat die zentralen Themen Arbeit, Bildung, Sicherheit und Finanzen im Griff. Eine Erfolgsgeschichte. | seite 22 aktuell 06 Meldungen 08 Energiedebatte Ministerpräsident David McAllister fordert einen schnellen und geordneten Umstieg. 09 Landesparteitag Bundeskanzlerin Angela Merkel eröffnete die heiße Phase des Kommunalwahlkampfs. 10 Ärzteversorgung Niedersachsens Verbesserungsmaßnahmen erweisen sich als Vorbild für den Bund. 11 Personalien Die CDU-Spitze feiert ihren 40. | Vereinigungen wählen Vorstände schwerpunkt wahl 2011 12 Bildung Warum frühkindliche Sprachförderung und die neue Oberschule Erfolgsmodelle sind. 15 Sicherheit Wie Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst künftig ihre Einsätze koordinieren. 17 Poster Typisch CDU - die Plakatkampagne zu den Kommunalwahlen im September zum Herausnehmen. 22 Arbeit Beschäftigung für alle in Niedersachsen| Ministerin Ursula von der Leyen im Interview 26 Finanzen Wie die Landesregierung in ihrer Amtszeit Städte und Kommunen deutlich entlastet hat. So bunt wie unser Land: Kinder sind die Zukunft Niedersachsens. Die CDU ist bereit, für sie und für unser Land die Verantwortung zu übernehmen - und zeigt das mit einem überaus positiven Wahlplakat. Titelfoto: CDU Das Magazin für Niedersachsen | 3.2011

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| inhalt | unsere Minister Aygül Özkan kam als erfolgreiche Geschäftsfrau aus Hamburg - und wurde Deutschlands erste Ministerin mit türkischen Wurzeln. Eine Karriere mit Vorbildcharakter. | seite 30 Braunschweig Die vielfältige Stadt an der Oker kann nicht nur mit Natur und Kultur, sondern auch als Wirtschaftsstandort auftrumpfen. Eine Entdeckungstour mit dem Rad. | seite 32 niedersachsen 27 72-Stunden-Countdown Mit welchen Maßnahmen Wahlkämpfer auf der Zielgeraden punkten können. 28 Kommunalwahl 2011 Wie Ute Bertram und Gerd Engel auf der Straße um Wählerstimmen werben. 30 Unsere Minister Familie, Solidarität und Nächstenliebe sind die Werte, für die Aygül Özkan steht. 32 Braunschweig Eine Entdeckungstour mit dem Rad durch Niedersachsens zweitgrößte Stadt. service 36 Navigator Netzpolitik 37 Leserbriefe 38 Jugendseite Wie funktioniert eigentlich eine Kommunalwahl? 40 Kalender Das Beste im Herbst Die serie in profil KoMMUNALwAhL 2011 Die niedersächsischen Kommunalwahlen stehen nun unmittelbar vor der Tür. profil hat Ute Bertram und Gerd Engel über vier Ausgaben im Wahlkampf begleitet und darüber berichtet, wie beide bis zum Wahltermin am 11. September vor Ort für die CDU und sich selbst werben. Nun endet unsere Serie. | Seite 28 Fotos: CDU; Privat; Stadtmarketing Braunschweig rubriken 03 editorial 41 impressum 42 entscheidungsträger Das Magazin für Niedersachsen | 3.2011

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| aktuell | schwerpunkt | niedersachsen | deutschland | international | service | Meldungen IM Fall der Fälle Gut Gerüstet Notfallmappe | Die Senioren Union Niedersachsen hat eine Notfallmappe gestaltet. Inhaber der DIN A5 großen und 28 Seiten dicken Broschüre tragen darin überlebensnotwendige Informationen ein, wie die Telefonnummer des Hausarztes, regelmäßig eingenommene Medikamente und die Daten der Krankenversicherung. "Im Notfall können die gesammelten Informationen zeitsparend und lebensrettend sein", sagt Rainer Hajek, Vorsitzender der Senioren Union Niedersachsen (SUN). Auch die Vordrucke einer Betreuungsverfügung sind in der Notfallmappe enthalten. bote heutzutage bereits im Internet, doch die Notfallmappe ist auch für Menschen geeignet, die sich nicht mehr mit dem Computer beschäftigen wollen", sagt Hajek. Außerdem ist das Heftchen in der Hosentasche für Ärzte leichter auffindbar. Gut für Jung und Alt Gemäß dem Motto der Senioren Union "Gut für Jung und Alt" betont Hajek, dass sich die Notfallmappe nicht nur an Senioren richte. "Für einen Notfall ist man nie zu jung", sagt der SUN-Vorsitzende. Deshalb rät er auch jungen Menschen, sich mit dem Heft zu beschäftigen. Für Ärzte leicht auffindbar Für Hajek ist klar: "Im Notfall sind dicke Ordner zu unhandlich." Deshalb hat er das praktischere Heft konzipiert. Der SUN-Vorsitzende empfiehlt, es neben dem Telefon im Haus aufzubewahren und beim Verlassen des Hauses mitzunehmen. "Zwar gibt es ähnliche AngeDie Senioren Union verteilt die 60 000 gedruckten Notfallmappen in ganz Niedersachsen. Außerdem sind sie zu bestellen unter der Faxnummer 0511-279 91 31, per Post bei der SUN, Hindenburgstraße 30, 30175 Hannover oder im Internet unter cdunds.de/notfallmappe. Lebensretter in DIN A5: Rainer Hajek, Vorsitzender der Senioren Union Niedersachsen, präsentiert die von der Vereinigung entworfene Notfallmappe. VaterFreudeN Nachwuchs | Der Landesvorstand der CDU in Niedersachsen Lieblinks Politik im Netz. Diese Seite bietet einen kommentierten Überblick über die politische Seite des Internets. Tipp: der Pressespiegel. politik.de Simulation. Dieses komplexe und realistische Internetspiel simuliert die Tagesabläufe von fiktiven Politikern. Entwickelt wurde es, um die Politikverdrossenheit von Jugendlichen zu senken. powerofpolitics.com Papstbesuch. Die Konrad-AdenauerStiftung begleitet den Deutschlandbesuch des Papstes im September mit zahlreichen Aktionen. Beim Redenschreiberwettbewerb winken Karten für die Papstrede im Deutschen Bundestag. kas.de/wf/de/21.124 Das Magazin für Niedersachsen | 3.2011 Fotos: chromorange; M. Godkin; CDU freut sich über Nachwuchs. Gleich zwei Mitglieder sind im Juli Vater geworden. Der Bürgermeister von Burgwedel, Hendrik Hoppenstedt, legte mit seiner Tochter Clara Marietta (*21.07.11, 3 350 Gramm, 52 Zentimeter) vor. Zehn Tage später zog der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Niedersächsischen Landtag, Björn Thümler, mit seiner Tochter Antonia Luise (*31.07.11, 3 420 Gramm, 53 Zentimeter) nach. Mütter und Töchter sind wohlauf.

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NIedersachseN IMMer sIcherer trendmeter | Die Aufklärungsquote der in Niedersachsen begangenen Straftaten hat im letzten Jahr einen neuen Höchststand erreicht. Annähernd 63 Prozent aller Fälle konnte die Polizei lösen. Gleichzeitig ist die Anzahl der Straftaten zurückgegangen. Dazu beigetragen haben vor allem verschärfte Alkoholkontrollen bei Jugendlichen, die gezielte Fortbildung der Beamten und die Ausstattung der Polizei mit modernster Technik. Auch die Videoüberwachung erwies sich als sinnvoll. Eine große Herausforderung ist jedoch weiterhin die Bekämpfung der Internetkriminalität. 2003 2004 2005 2006 2007 Aufklärungsquote in Niedersachsen 55,72 % 53,50 % 53,91 % 55,52 % 56,86 % 58,53 % 59,97 % 62,91 % 2008 2009 2010 kurz beleuchtet Die NieDerSachSeN sind mit der wirtschaftlichen Lage ihres Landes so zufrieden wie noch nie. Das ergab eine Umfrage des NDR in Zusammenarbeit mit dem Umfrageinstitut Infratest dimap. Seit dem Regierungswechsel im März 2003 stieg die Zufriedenheit von zwölf auf 67 Prozent - Tendenz weiter steigend. Dieses Meinungsbild und die geringste Arbeitslosigkeit seit der Wiedervereinigung zeigen, dass die CDU mit ihrer Politik erfolgreich ist. So haben die Menschen in Niedersachsen guten Grund, optimistisch in die Zukunft zu schauen. DaS FaguS-Werk in Alfeld an der Leine wurde im Juni 2011 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt und ist somit das dritte Weltkulturerbe in Niedersachsen. In dem vor 100 Jahren von Walter Gropius und Adolf Meyer erbauten Werk werden bis heute noch Schuhleisten produziert. Das für damalige Verhältnisse innovative Gebäude imponiert jedes Jahr noch immer Zehntausenden von Touristen. Mit der Ernennung zum UNESCOWeltkulturerbe werden es vermutlich noch mehr werden. abschIed VoN karl-heINrIch laNGspecht Nachruf | Karl-Heinrich Langspecht ist tot. Der Kreisvorsitzende der CDU Celle starb während seines Urlaubs auf der Insel Nordstrand an einem Herzinfarkt. Er hinterlässt seine Frau und zwei Kinder. Auf der Trauerfeier Anfang August lobte Ministerpräsident David McAllister den Landtagsabgeordneten als einen vorbildlichen Politiker: "Er hat sich stets für andere Menschen eingesetzt und wurde über Parteigrenzen hinweg sehr geschätzt." Auf das Wort des erst 60-Jährigen sei immer Verlass gewesen. "Seinen Humor und sein liebenswürdiges Wesen werden wir sehr vermissen", so McAllister. Als CDU-Kreisvorsitzender und Kreistagsabgeordneter hat sich Langspecht viele Jahre für die Menschen im Landkreis Celle starkgemacht. Seit 2003 vertrat er seine Heimat darüber hinaus als Abgeordneter im Niedersächsischen Landtag, seit 2008 als stellvertretender Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion. Das Magazin für Niedersachsen | 3.2011 Quelle: Niedersächsisches Innenministerium

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| aktuell | schwerpunkt | niedersachsen | deutschland | international | service | Debatte EnErgiEkonsEns Die Energiewende kommt - und Niedersachsen könnte profitieren. Ministerpräsident David McAllister fordert Augenmaß bei der Umsetzung. Was will die Landesregierung generell? In Sachen Energiekonzept ziehen die Niedersächsische Landesregierung und die Bundesregierung an einem Strang: "Wir wollen den Umstieg hin zu den erneuerbaren Energien schnell und geordnet durchführen", sagt Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister. Zahlreiche gesetzliche Neuregelungen werden dafür die Voraussetzungen schaffen. Unter anderem ist erforderlich, Netze sowie Speicheranlagen schnell und verträglich auszubauen beziehungsweise ganz neu zu errichten, den Kraftwerkspark flexibler und moderner zu gestalten sowie Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zu intensivieren. Der schnelle Umstieg zu den erneuerbaren Energien bedarf nicht nur eines politischen, sondern auch eines gesellschaftlichen Konsenses: "Dies ist die größte wirtschafts- und gesellschaftspolitische Herausforderung seit der Wiedervereinigung", so McAllister. Gleichzeitig müsse das Zieldreieck einer bezahlbaren, sicheren und umweltverträglichen Energieversorgung dauerhaft gesichert bleiben, betont CDU-Generalsekretär Ulf Thiele, Mitglied im Umweltausschuss des Niedersächsischen Landtags. "Es geht um Hunderttausende Arbeitsplätze", sagt Thiele. Der Umbau der Energiewirtschaft erfordere daher viel wirtschaftspolitische Kompetenz. Onshore-Windenergie Auch der weitere Ausbau der Windenergie an Land, die sogenannte "Onshore-Windenergie", soll einen neuen Schub bekommen. "Moderne Windenergieanlagen liefern beständiger und mehr Strom als die in den 1990er-Jahren errichteten Anlagen", begründet Ulf Thiele. Es gibt aber auch Nachteile: "Zum Teil sind die neuen Windräder so hoch wie der Kölner Dom", weiß der Generalsekretär. Die Erfahrungen zeigen aber, dass die Bürger den Ersatz schon vorhandener Windräder durch modernere und leistungsfähigere häufig akzeptieren. Die Förderung für Windkraftanlagen an Land wird zudem nicht mehr so stark abschmelzen wie geplant. Der sogenannte Systemdienstleistungsbonus von 0,48 Cent pro Kilowattstunde für den Ersatz alter Windenergieanlagen durch neue bleibt ebenfalls erhalten. Bioenergie Eine weitere wichtige Energiequelle in Niedersachsen ist die Biomasse. Die Anlagen wirken sich mittlerweile allerdings negativ auf den Pachtpreis für Ackerland aus und sorgen dafür, dass ganze Landstriche durch den permanenten Maisanbau in Mitleidenschaft gezogen werden. Das Vergütungsniveau für neue Anlagen soll allgemein um zehn bis 15 Prozent sinken. Neue Anlagen sollen nur gefördert werden, wenn eine Wärmenutzung von mindestens 60 Prozent gegeben ist. Die Förderung richtet sich zukünftig mehr auf die Verwertung von Reststoffen. " chnellundgeordnet S auferneuerbare Energienumsteigen." DAVID McALLISTER, Niedersächsischer Ministerpräsident Offshore-Windanlagen Als führendes Land bei den erneuerbaren Energien hat das Land Niedersachsen diese Herausforderung angenommen. Erste rechtliche Rahmenvoraussetzungen für den Ausbau der Offshore-Windenergie wurden bereits geschaffen. Zwar ist es technisch anspruchsvoll, Windenergie vom Wasser aus zu gewinnen. Doch die Finanzierungsmöglichkeiten in diesem Bereich seien durch das sogenannte Stauchungsmodell verbessert worden, lobt Ministerpräsident McAllister. Dieses sieht vor, für einen kürzeren Zeitraum eine höhere Anfangsvergütung zu zahlen. Von einer schnellen Umsetzung des Kreditprogramms in Höhe von fünf Milliarden Euro hängen der Baubeginn verschiedener Offshore-Projekte sowie weitere Investitionen in die maritime Wirtschaft ab. Netzausbau Um den in der Nordsee gewonnenen Strom in die Industriezentren im Süden zu bringen, ist der Bau neuer 380-Kilovolt-Hochspannungsleitungen notwendig. Das prägt die Landschaft und führt häufig zum Unmut bei den Anwohnern. McAllister mahnt deshalb mehr Transparenz und Beteiligung der Bürger an. Dadurch lassen sich Proteste zwar nicht vollständig vermeiden. Wenn die betroffenen Bürger, Kommunen und Investoren aber von Anbeginn an einem Tisch sitzen, erfährt das Projekt eine höhere Akzeptanz. Niedersachsen behält sich das Recht vor, Teilverkabelungen unter der Erde anordnen zu können, wenn Wohngebiete betroffen sind. Das Magazin für Niedersachsen | 3.2011 Foto: CDU

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| service | international | deutschland | niedersachsen | schwerpunkt | aktuell | PartEitag stärkstE kraft blEibEn Zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel startete die CDU in Niedersachsen auf ihrem Landesparteitag in Hameln in die heiße Phase des Kommunalwahlkampfes. lEitantrag "EhrEnamt ist EhrEnsachE" Rund 2,8 Millionen Niedersachsen (41 Prozent der Menschen ab 14 Jahren) engagieren sich in Vereinen und Verbänden, in den Bereichen Kirche, Sport, Kultur, in sozialen Organisationen, Bildungseinrichtungen, bei der Feuerwehr, Rettungsdiensten und in der Politik. Sie leisten pro Jahr mehr als 480 Millionen Stunden ehrenamtliche Arbeit. Damit ist Niedersachsen bundesweit Spitze. In ihrem Leitantrag "Ehrenamt ist Ehrensache" fordert die CDU in Niedersachsen: o das ehrenamtliche Potenzial, beispielsweise von Senioren und Migranten, stärker zu nutzen. Freiwilliges Engagement leiste einen wichtigen Beitrag zur Integration und zum Miteinander der Generationen. o freiwilliges Engagement stärker anzuerkennen. So zum Beispiel im Schulzeugnis, bei Bewerbungsverfahren und durch Vergünstigungen. o Ehrenamtliche gut auszubilden und auszurüsten. Das gelte vor allem im Bereich des Zivil-, Brand- oder Katastrophenschutzes. o das bestehende System der Freiwilligenagenturen, der örtlichen Servicebüros und der "Engagementlotsen für Ehrenamtliche" flächendeckend auszubauen. Zudem soll geprüft werden, inwieweit Senioren-Service-Büros und Mehrgenerationenhäuser Angebote für das ehrenamtliche Engagement älterer Menschen koordinieren können. o das Nebeneinander von Familie, Beruf und Ehrenamt zu erleichtern. Der beschlossene Leitantrag kann hier heruntergeladen werden: http://cdunds.de/leitantrag2011 Kann neben Landesvater auch Parteitag: Der CDU-Landesvorsitzende, Ministerpräsident David McAllister, heizte den Parteitagssaal für Bundeskanzlerin Angela Merkel vor. it viel Schwung hat die CDU in Niedersachsen auf ihrem Landesparteitag 2011 die heiße Phase des Kommunalwahlkampfs eingeläutet. "Wir sind die stärkste kommunale Kraft in Niedersachsen und wollen diesen Titel verteidigen", rief der CDU-Landesvorsitzende, Ministerpräsident David McAllister, den gut 400 Delegierten und rund 1 000 Gästen in der Hamelner Stadthalle zu. Der Endspurt habe begonnen. Besonders hob der Landesvorsitzende das Engagement der weit mehr als 10.000 CDU-Kandidaten hervor. "Wir haben tolle Leute auf unseren Listen, die lokal fest verankert und vielseitig engagiert sind. Sie setzen sich für ihre Mitbürger vor Ort ein. Ihnen gilt unsere Unterstützung", so McAllister. Hauptrednerin auf dem eintägigen Parteitag war die Vorsitzende der CDU Deutschlands, Bundeskanzlerin Angela Merkel. Sie unterstrich in ihrer Rede die Bedeutung von Kommunalwahlen für die Gesellschaft: "Diejenigen, die sich in der Kommunalpolitik engagieren, die täglich angesprochen werden können, die sind wirklich nah an den Menschen", sagte Merkel. Die Entscheidung der Bundesregierung, zukünftig die Kosten der Grundsicherung im Alter zu tragen, sei aus Überzeugung gefallen. "Wir wollen, dass die Kommunen weiter gestalten können, weil wir den Menschen etwas zutrauen", so die Kanzlerin. CDU-Generalsekretär Ulf Thiele brachte für den CDU-Landesvorstand den Leitantrag "Ehrenamt ist Ehrensache" ein (siehe Kasten). Er ist das Ergebnis des gleichnamigen Zukunftskongresses vom Mai dieses Jahres. Der Leitantrag wurde von den Delegierten einstimmig angenommen. Auf dem Parteitag verabschiedete die CDU in Niedersachsen ihre Landräte und Oberbürgermeister, die am 11. September nicht mehr zur Wahl antreten. McAllister: "Sie haben - einige unter Ihnen mehrere Jahrzehnte lang - viel für Ihre Landkreise und Ihre Städte geleistet. Dafür gilt Ihnen unser aller Dank." Foto: Michel Eram Das Magazin für Niedersachsen | 3.2011

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| aktuell | schwerpunkt | niedersachsen | deutschland | international | service | Gesundheitsversorgung Dr. meD. Hausarzt Die ärztliche Versorgung droht sich in vielen ländlichen Regionen Deutschlands zu verschlechtern. Mit dem Versorgungsstrukturgesetz will der Bund nun gegensteuern - und greift dabei auch zahlreiche Maßnahmen auf, die in Niedersachsen bereits gängige Praxis sind. rei Hausarztpraxen gab es mal in Wenden, heute existiert noch eine. Dass die ärztliche Versorgung in dem kleinen Ort am Rande von Braunschweig dennoch nicht gelitten hat, ist das Verdienst von Dr. Klaus Glindemann. Denn als die Kollegen keine Nachfolger fanden und schlossen, musste er für seine Praxis Verstärkung finden, um der Patientenflut Herr zu werden. "Einzig durch gute Kontakte zu Klinikkollegen konnte ich einige Ärzte überreden, sich hier niederzulassen." Heute sind sie zu fünft - und suchen noch einen Diabetologen. Wenige Kilometer weiter in Richtung Gifhorn ist die Lage weit schwieriger, wie Glindemann weiß: "Die Kollegen dort suchen seit mehreren Jahren erfolglos Ersatz für sich selbst." Weil es mehr Studierende braucht, die bereit sind, Hausarzt auf dem Land zu werden, fördert die Landesregierung seit Herbst 2010 angehende Ärzte, die im Praktischen Jahr das Fach Allgemeinmedizin wählen. Zudem schließen sich im Zuge der Weiterbildung Kliniken und niedergelassene Ärzte zu einem Weiterbildungsverbund zusammen. Entlastende Fachkraft: Beim "Modell Niedersachsen" übernimmt qualifiziertes Praxispersonal delegierbare Tätigkeiten des Hausarztes. Vorbild für den Bund "Als zweitgrößtes Flächenland hat sich Niedersachsen schon früh mit dem Versorgungsthema befasst und Modelle entwickelt, die nun der Gesetzgebung auf Bundesebene als Vorbild dienen", sagt Heidemarie Mundlos, Landtagsabgeordnete und Sprecherin des CDU-Arbeitskreises Gesundheit. Das Gesetz soll eine flächendeckende, wohnortnahe medizinische Versorgung sichern. Niedersachsens Sozial- und Gesundheitsministerin Aygül Özkan setzt sich seit Langem auch auf Bundesebene dafür ein, dass Menschen in dünner besiedelten Gebieten kurze Wege zum Arzt behalten. Anreize im Ärztevergütungssystem sowie die Förderung mobiler Versorgungskonzepte und Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf sollen dazu beitragen. Die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) hat den Bereitschaftsdienst bereits umgestellt. Ziel ist es, die persönlichen und finanziellen Belastungen gleichmäßig und für den einzelnen Arzt zumutbar auszugestalten - ohne dass dies zulasten der Patientenversorgung geht. Der Gesetzentwurf des Bundes sieht überdies vor, Krankenhäuser vermehrt in die Notfalldienste miteinzubeziehen. Mit dem "Modell Niedersachsen" (MoNi) der Landesregierung wird außerdem seit Herbst 2010 erprobt, Hausärzte durch qualifiziertes Praxispersonal zu entlasten. Der Hausarzt bleibt zentraler Ansprechpartner, aber Fachkräfte führen vom Arzt delegierbare Tätigkeiten bei Hausbesuchen selbstständig und zu angemessenen Honoraren aus. Die AOK Niedersachsen, die Betriebskrankenkassen, die Knappschaft und die Landwirtschaftliche Krankenkasse unterstützen MoNi mit 100.000 Euro pro Jahr. "Um Versorgungsnotstände auf dem Land zu vermeiden, ist es wesentlich, dass alle politischen Ebenen Einfluss- und Fördermöglichkeiten erhalten", betont Mundlos. Entsprechend beteiligt Niedersachsen in dem Projekt "Zukunftsregionen Gesundheit" erstmalig Kommunen an der flächendeckenden medizinischen Versorgung. Ziel ist eine verbesserte Zusammenarbeit vor Ort. Denn dort offenbaren sich Versorgungslücken und andere Defizite zentral beschlossener Vorgaben. Es ist die Stärke der Gemeinden, die regionalen Bedürfnisse genau zu kennen und Angebote passend zu koordinieren. Maßnahmen genau evaluieren "In dem Thema ist noch Dynamik drin", betont Heidemarie Mundlos. Das Maßnahmenpaket sei nun genau zu evaluieren und bei Bedarf nachzujustieren. Dr. Klaus Glindemann erkennt ebenfalls "Schritte in die richtige Richtung". Vor allem der Wegfall der Honorardeckelung für Landärzte verschafft ihm Luft zum Atmen. Was er sich noch wünscht? "Weniger Bürokratie." Das Magazin für Niedersachsen | 3.2011 Fotos: istockphoto; CDU

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| service | international | deutschland | niedersachsen | schwerpunkt | aktuell | Personalien neue unD bekannte GesicHter IM AMT BESTÄTIGT Vorstandswahlen bei der Mittelstandsvereinigung: Werner Lübbe ist auf dem Mittelstandstag mit großer Mehrheit in seinem Amt als Vorsitzender der niedersächsischen MIT bestätigt worden. Der 57-Jährige erhielt rund 97 Prozent der gültigen Stimmen. Der 56-jährige gebürtige Langfördener führt die Niedersachsen-MIT seit 2009. Er ist selbständiger Unternehmer, spezialisiert im Hallen- und Industriebau. MÖLLRING FÜHRT FRAUEN AN Eva Möllring ist auf dem FU-Landesdelegiertentag wieder zur Vorsitzenden der Frauen Union Niedersachsen (FU) gewählt worden. Die Ehefrau des Finanzministers führt die weiblichen CDU-Mitglieder bereits seit 2003 an. Die FU macht sich für eine Frauenquote in den Aufsichtsräten und Vorständen der 160 deutschen börsennotierten Unternehmen stark und verlangt die Vorbereitung eines entsprechenden Gesetzes. WEYBERG WIEDER IM LANDTAG Die Peiner CDU-Kreisvorsitzende Silke Weyberg wird nach der Sommerpause wieder als Abgeordnete dem Niedersächsischen Landtag angehören. Sie rückt nach dem tragischen Tod des Celler Abgeordneten Karl-Heinz Langspecht nach. "Auf diese Art wieder Landtagsmitglied zu werden ist entsetzlich", sagte die 45-Jährige ihrer Heimatzeitung, den Peiner Nachrichten. Die Agraringenieurin war bereits von 2003 bis 2008 Mitglied der CDU-Fraktion. Damals hatte sie das Direktmandat im Wahlkreis Peine Land gewonnen. HEUER BLEIBT VORSITZENDER Der Vorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises der CDU in Niedersachsen (EAK), Dirk Heuer, bleibt für weitere zwei Jahre im Amt. Die Mitglieder der EAK-Landesdelegiertenversammlung sprachen dem 38-jährigen Theologen einstimmig das Vertrauen aus. Der EAK ist ein Zusammenschluss aller evangelischen Unionsmitglieder, die einen Beitrag zu einer verantwortungsvollen Politik leisten wollen. Solutions for the aerospace industry Mit der Aussage "Composed to compete" möchten wir unser Versprechen zum Ausdruck bringen, unser Wissen über die Produktionsprozesse der Luftfahrtindustrie kontinuierlich zu erweitern. Unseren Kunden bieten wir so Lösungen für die laufende Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit ihrer Produktion. BRÖTJE-Automation GmbH www.broetje-automation.de E-Mail info@broetje-automation.de Das Magazin für Niedersachsen | 3.2011

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In der Fläche an dIe SpItze Bei der frühkindlichen Sprachförderung setzt Niedersachsen Maßstäbe. Mit der Oberschule ist nun ein weiteres Erfolgsmodell gestartet: An über 130 Standorten hat die neue Schulform zu Schuljahresbeginn ihre Arbeit aufgenommen - an jedem 19. mit einem gymnasialen Zweig. Durchlässig und wohnortnah: An Oberschulen mit gymnasialem Angebot erfahren auch die Leistungsstarken optimale Förderung. is in die Sommerferien hinein trieb das Kolle­ gium an der Molitorisschule in Harsum die Vorbereitungen für die Oberschule mit gymna­ sialem Angebot mit Hochdruck voran. "Ob Schüler, Eltern oder Lehrkräfte - alle wollten den Schritt in die neue Schulform", beschreibt Schulleiterin Gisela Gades die Aufbruchsstimmung. Und nachdem endlich sicher war, dass es im neuen Schuljahr losgehen würde, war die Mehrarbeit eine absolut erwünschte Begleiterschei­ nung. So gab es überhaupt kein Murren, aber eben eine Menge zu tun: Kerncurricula abstimmen, Lehrer­ einsatz planen, neue Schulbücher einführen, Abspra­ chen mit den umliegenden Gymnasien treffen, die erwünschte Durchlässigkeit umsetzen - und vieles weitere mehr. "Ziel all unseres Einsatzes ist die opti­ male Förderung aller Schüler, auch der besonders leis­ tungsstarken", erklärt die Schulleiterin. Schon als Haupt­ und Realschule hat die Molito­ risschule die Chancen des kombinierten Systems gezielt genutzt. Als Oberschule mit gymnasialem An­ gebot bietet sie nun ein noch vielseitigeres Schulan­ gebot, das den derzeit 600 Schülern optimale Entwick­ lungsmöglichkeiten eröffnet. Insbesondere jenen, die sich berufspraxisnah in Richtung Abitur entwickeln wollen. "Nun können wir alle Kinder in drei Schul­ formen unter einem Dach optimal fördern, sodass jeder Schüler den für ihn bestmöglichen Abschluss zu erreichen vermag", erklärt Gades. Auch ein eventuell notwendiger Wechsel der Schulform - gleich, in wel­ che Richtung - ist viel einfacher und unbürokratischer zu realisieren, da er innerhalb derselben Schule geschieht. "Dabei beziehen wir die betroffenen Schüler und deren Eltern frühzeitig in die Beratungs­ abläufe mit ein", erläutert Gades das Konzept. Das Magazin für Niedersachsen | 3.2011 Foto: dpa

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| service | international | deutschland | niedersachsen | schwerpunkt | aktuell | Bildung WAs bringt die oberschule? Die Oberschule ist eine neue Schulform, die an die guten und bewährten Elemente insbesondere der Haupt- und Realschule, aber auch zum Beispiel des Gymnasiums anknüpft und deren Elemente weiterentwickelt. Im Einzelnen bedeutet dies: o Jede Oberschule kann von Anfang an als Ganztagsschule arbeiten und den Unterricht als teilgebundene Ganztagsschule auf den ganzen Tag verteilen. So kann der gesamte Schultag für die Schüler nach pädagogischen Gesichtspunkten gestaltet werden - mit sinnvollen Erholungsphasen und einem Mittagessen in der Schule. o Einige Oberschulen bieten - ausreichende Schülerzahlen vorausgesetzt - ein wohnortnahes gymnasiales Angebot. Die Schüler, die daran teilnehmen, werden nach einer veränderten Stundentafel unterrichtet und erlernen ab der 6. Klasse eine zweite Fremdsprache. Sie haben die Möglichkeit, an die gymnasiale Oberstufe eines allgemeinbildenden oder beruflichen Gymnasiums oder auch einer Gesamtschule zu wechseln. o Der Weg zum Abitur bleibt für alle Oberschüler offen: Wer nach der 10. Klasse den Erweiterten Sekundarabschluss I erreicht, kann in die Einführungsphase einer gymnasialen Oberstufe wechseln. Auch der Hauptschulabschluss (nach der 9. oder 10. Klasse) und der Realschulabschluss können erworben werden. o In der Oberschule können sich die Schüler in der 9. und 10. Klasse über sogenannte Profile für individuelle Schwerpunkte entscheiden: Neben einer zweiten Fremdsprache bietet jede Oberschule mindestens eines der Profile Wirtschaft, Technik oder Gesundheit und Soziales zur Auswahl an. o Die Oberschule legt einen klaren Schwerpunkt auf Berufsorientierung und Berufsvorbereitung. Sie kooperiert dabei eng mit der Berufsberatung der Arbeitsagenturen, den berufsbildenden Schulen sowie den Kammern und Unternehmen der Region. Ab der 7. Klasse steht Berufsorientierung auf dem Stundenplan, in der 8. Klasse absolvieren die Schüler ein Kompetenzfeststellungsverfahren. Ab der 9. Klasse kommen zu den berufsorientierenden berufsbildende Aktivitäten hinzu - insgesamt sind es mindestens 30 Praxistage, für Schüler im berufspraktischen Schwerpunkt sogar mindestens 60. o Jede Oberschule erhält vom Land zudem eine halbe Stelle für eine sozialpädagogische Fachkraft, die den Schülern insbesondere bei der Berufsorientierung Unterstützung bietet. Diese Durchlässigkeit sowie die Nähe der Schule zum Wohnort bescheren allen Kindern ein längeres Zusammenlernen mit ihren Freunden, auch wenn die­ se eine andere Schulform unter demselben Dach be­ suchen. Zudem befördert eine in den Ort integrierte Schule Kooperationen mit Institutionen aus dem Wohn­ und Lernumfeld der Kinder wie beispielsweise Kirchen, Vereinen und Betrieben. Diese Vorteile gel­ ten natürlich auch für die zahlreichen Oberschulen ohne gymnasialen Zweig. Kein Wunder, dass für das nun beginnende Schul­ jahr beim Kultusministerium zahlreiche entsprechen­ de Anträge eingegangen sind. Dank ihrer großen Fle­ xibilität ist die neue Schulform ein Modell für alle Re­ gionen Niedersachsens. In den meisten Fällen wird eine Haupt­ und Realschule in eine Oberschule um­ gewandelt. Und die Oberschule bringt auch ohne die gymnasiale Option echten Mehrwert: die Chance auf ein umfangreiches Ganztagsangebot samt Mittagessen sowie intensive Unterstützung durch Sozialpädago­ gen - und das dauerhaft. Bildung: Im Juli beschloss die Landesregierung bei ih­ rer Haushaltsklausurtagung, dass für den kommenden Doppelhaushalt mit der Rekordsumme von 16 Milli­ arden Euro in zwei Jahren etwa jeder dritte Euro in Bildung investiert werden soll. Der Etat des Kultusmi­ nisteriums wächst auf rund fünf Milliarden Euro jähr­ lich, das Volumen des Haushalts des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur beträgt in den kommenden Jahren jeweils knapp drei Milliarden Euro. Der Ent­ wurf des Doppelhaushaltes wird nun von den Land­ tagsfraktionen beraten und soll im Dezember 2011 vom Niedersächsischen Landtag beschlossen werden. Durchschnittsjahrgang der 14- bis unter 16-Jährigen ohne Hauptschulabschluss oder mit einem niedrigeren Schulabschluss: Anteil der Jugendlichen ohne Abschluss Quote Ende des Schuljahres 2002/03 2003/04 2004/05 2005/06 2006/07 2007/08 2008/09 2009/10 Solide durchfinanziert Denn die neue Schulform ist über den Kultushaushalt der Landesregierung solide durchfinanziert. Auch für die kommenden Jahre liegt dessen Schwerpunkt auf 10,4 % 9,4 % 8,9 % 8,2 % 7,5 % 7,4 % Regierung: 6,2 % 6,0 % SPD CDU/FDP Das Magazin für Niedersachsen | 3.2011

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| aktuell | schwerpunkt | niedersachsen | deutschland | international | service | Bildung Wie sich Investitionen in Bildung auszahlen, ver­ deutlicht der seit dem Regierungswechsel 2003 bestän­ dig zurückgehende Anteil der Jugendlichen ohne Schulabschluss in Niedersachsen (siehe Grafik). Zu­ gleich hat die Landesregierung den Praxisbezug und die Berufsvorbereitung insbesondere an den Haupt­ schulen deutlich ausgebaut und den Unterricht in den Kernfächern ausgeweitet. Sozialpädagogen an nahezu Freude am Lernen: Dank ihres gymnasialen Zweigs ist die Molitorisschule in Harsum für Schüler nun noch attraktiver. Sprache. Dazu hat der Niedersächsische Landtag auf Initiative der CDU­ und FDP­Landtagsfraktionen die Verbindlichkeit für die Sprachförderkurse vor der Ein­ schulung erhöht: Wenn ein Kind nicht gut Deutsch spricht, sind seine Eltern verpflichtet, dafür zu sorgen, dass es an den kostenlosen Kursen teilnimmt. Niedersachsen ist bundesweit Vorreiter bei der vorschulischen Sprachförderung. Es hat als erstes Bun­ desland die Sprachstandsfeststellung 15 Monate vor der Einschulung verpflichtend eingeführt - und bringt sich auch auf der Bundesebene mit guten Vorschlägen ein: Als Präsident der Kultusministerkonferenz der Länder hat Bernd Althusmann beim Ministertreffen im Juni in Hannover eine Initiative gestartet, um die in den Ländern vorhandenen Verfahren der Sprach­ standserhebung sowie Sprachfördermaßnahmen vor dem Schuleintritt und während der Schulzeit auf ihre Wirksamkeit hin zu überprüfen. allen Hauptschulen im Land begleiten die Jugendli­ chen kurz vor dem Übergang in eine Ausbildung oder an eine berufsbildende Schule hautnah - ein Konzept, das nun auch an den Oberschulen fortgesetzt wird. Doch Bildung beginnt nicht erst in der Schule. Der frühkindlichen Phase kommt besonders große Bedeu­ tung zu, denn bereits im Vorschulalter werden die Grundlagen für den Schulerfolg gelegt. An erster Stel­ le steht dabei das sichere Beherrschen der deutschen Beitragsfreie Kindergärten Die 2010 vorgestellte Bildungsstudie "Sprachliche Kompetenzen im Ländervergleich" mit Ergebnissen aus 2009 sieht Niedersachsen im Mittelfeld der Bun­ desländer. Positiv hervorzuheben ist, dass in Nieder­ sachsen die Vorgaben der Bildungsstandards im Fach Deutsch von großen Schüleranteilen in allen Kompe­ tenzbereichen erreicht werden. Bei der Lesekompetenz im Fach Deutsch haben sich die Leistungen der Schü­ ler im Vergleich zu 2006 verbessert. Es gilt nun, diesen Weg weiterzugehen und bei den Jüngsten zu beginnen. Hier setzt die Landesregierung mit dem beitrags­ freien dritten Kindergartenjahr und dem Krippen­ ausbauprogramm (2008 bis 2013 rund 460 Mio. Euro Landesmittel für Investitions­ und Betriebskosten) an, das Bund und Kommunen gemeinsam vorantreiben werden. Ziel ist es, bis 2013 ein bedarfsgerechtes An­ gebot an Betreuungsplätzen für unter Dreijährige zu schaffen. Niedersachsen wird eine hohe Ausbaudyna­ mik bescheinigt. Das Land ist aber noch nicht am Ziel: Für 2011 rechnet das Kultusministerium mit einer lan­ desweiten Versorgungsquote von rund 20 Prozent. Wie sich die Landesregierung erfolgreich sowohl am Beginn als auch am Ende der Schullaufbahn jun­ ger Niedersachsen engagiert, haben jüngst die 50 000 Abiturienten des doppelten Abiturjahrgangs bewiesen. Die zentral vom Kultusministerium gestellten Abitur­ prüfungen für die wegen der Schulzeitverkürzung pa­ rallel abschließenden Jahrgänge sind reibungslos ver­ laufen. Dank des Engagements aller Lehrer wurden rund 200 000 Klausuren geschrieben und bewertet, die mündlichen Prüfungen wurden ebenfalls gut bewäl­ tigt. Niedersachsen hat sich der Herausforderung Dop­ pelabitur 2011 gestellt - und bestanden. regIonale Kompetenzzentren Fest verAnkert in der region Mit Jahresbeginn hat für alle mehr als 130 berufsbildenden Schulen (BBS) in Niedersachsen ein neuer Abschnitt begonnen: Seit dem 1. Januar sind sie "Regionale Kompetenzzentren" (ReKos) und verfügen über weit größere Eigenverantwortung als jemals zuvor. Sie können beispielsweise in Budget- und Personalfragen eigene Entscheidungen treffen. Die Regionalen Kompetenzzentren wirken als Zentren der beruflichen Qualifikation innerhalb der jeweiligen Region. Insbesondere für die Erstausbildung und im Zusammenhang mit der dualen Berufsausbildung spielen sie eine wichtige Rolle im niedersächsischen Bildungssystem. Sie kooperieren eng mit den Betrieben und Kammern vor Ort und realisieren mit ihnen gemeinsam viele Projekte für ihre rund 280 000 Schüler. So orientieren sich berufsbildende Schulen an der Küste eher an Berufen, die für die maritime Wirtschaft von Bedeutung sind, während im Südosten Niedersachsens die Automobilbranche von größerer Relevanz ist als andernorts. Dies wird von den Regionalen Kompetenzzentren bei ihren Angeboten mit berücksichtigt - selbstverständlich ohne Abstriche bei wichtigen Grundlagenangeboten wie dem Berufsvorbereitungsjahr oder der Berufseinstiegsschule. Eine Arbeitsgruppe im Kultusministerium unterstützt sie kompetent bei allen Fragen, die mit der neuen Freiheit und Verantwortung verbunden sind. Das Magazin für Niedersachsen | 3.2011 Foto: V. Lebedev

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| service | international | deutschland | niedersachsen | schwerpunkt | aktuell | sicherheit es brennt Um die Herausforderung des demografischen Wandels zu meistern, müssen die Feuerwehren in Niedersachsen neue Wege gehen. Der Neubau der Akademie für Brand- und Katastrophenschutz am Standort Scheuen ist das größte Projekt, aber bei Weitem nicht das einzige. Foto: Arno Burgi/dpa er Einsatz an Heiligabend bleibt ihr unvergessen. Ausgerechnet bei ihren Nachbarn brannte es. Und die waren nicht zu Hause. Zeit für Melanie de Vries, um auszurücken. Die 28-Jährige ist seit über zwölf Jahren freiwillige Feuerwehrfrau in Groß- und Kleinsander (Gemeinde Uplengen). Mehrere Stunden pro Woche leistet sie mit ihren Kameraden gemeinnützige Arbeit und versucht, Leib und Leben genauso zu schützen wie Hab und Gut der Menschen in ihrer Gemeinde. "Das Schöne ist, dass wir den Menschen helfen können", sagt de Vries. Auch beim Einsatz am Heiligen Abend konnte sie das Schlimmste verhindern. Bei ihrer Ortsfeuerwehr ist de Vries nicht die einzige aktive Frau. Zwei Kameradinnen leisten dort ebenfalls ehrenamtlich Dienst. Und das ist keine Besonderheit: In Niedersachsens Feuerwehr stehen über- durchschnittlich viele Frauen ihren Mann. Zehn Prozent der ehrenamtlich Tätigen sind weiblich. Das sind deutlich mehr als im Bundesdurchschnitt, der bei rund acht Prozent liegt. Auch Jugendliche und Kinder finden die Feuerwehren ansprechend: Insgesamt sind in Niedersachsen knapp 6 000 Kinder in 377 Kinderfeuerwehren und rund 31 500 Jugendfeuerwehrleute aktiv. Das alles kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Feuerwehr auch in Niedersachsen neuen Herausforderungen gegenübersteht: "Das deutsche Feuerwehrsystem fußt auf dem Ehrenamt. Die Anforderungen steigen, unsere Mitgliederzahlen gehen jedoch zurück, ebenso die Zahl der Ortsfeuerwehren. Diesem Trend müssen wir entgegenwirken", sagt Landesbranddirektor Jörg Schallhorn. In Europa sind drei Millionen Menschen im Brandschutz tätig - 1,3 Millionen davon allein hierzu- Aktiver Brandschutz: Noch sind die Feuerwehren überall in Niedersachsen in der Lage, Brände zu bekämpfen. Damit das so bleibt, müssen jetzt die Weichen richtig gestellt werden. Das Magazin für Niedersachsen | 3.2011

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| aktuell | schwerpunkt | niedersachsen | deutschland | international | service | sicherheit Profis im LeitstanD In der Kooperativen Großleitstelle Oldenburg koordinieren Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst ab Herbst gemeinsam ihre Einsätze - ein mögliches Vorbild auch für andere Regionen in Niedersachsen. ür viele Streifenwagenbesatzungen in Niedersachsen wird die Arbeit schon bald einfacher werden. Dank umfangreichen Wissensdatenbanken und dem flächendeckenden Einsatz von Digitalfunk können sie bereits auf dem Weg zu einem Einsatz erfahren, wie ihr Einsatzort aussieht, wie viele Personen in dem Haus vor Ort leben und welche Gefahren ihnen unter Umständen drohen. Möglich machen das die Mitarbeiter der Kooperativen Großleitstelle Oldenburg. Mithilfe modernster Technik werden sie ab Mitte 2012 sämtliche Polizei-, Feuerwehr- und Rettungsdiensteinsätze in den Städten Oldenburg und Delmenhorst sowie in den Landkreisen Ammerland, Wesermarsch, Cloppenburg und Oldenburg-Land koordinieren. Darüber hinaus sind die Polizeibeamten in der Leitstelle auch für die Landkreise Wilhelmshaven, Friesland, Cuxhaven, Osterholz, Verden, Diepholz und Vechta zuständig. "Mit der neuen Großleitstelle werden wir den Service für unsere Streifenwagen deutlich verbessern - und damit der Bevölkerung eine höhere Sicherheit bieten", sagt Polizeivizepräsident Dieter Buskohl. Natürlich stellt sich die Frage, ob ein Mitarbeiter der Leitstelle in Oldenburg tatsächlich einen Streifenwagen in Cuxhaven koordinieren kann. "Ja", sagt Dieter Buskohl, "die Technik, die wir einsetzen, wird das leisten." Nicht jeder Beamte ist für das gesamte Gebiet zuständig, sondern einzelne Mitarbeiter betreuen verschiedene Regionen, in denen sie sich sehr gut auskennen. Die Kooperative Großleitstelle bietet noch einen weiteren Vorteil: "Durch den Bau der Großleitstelle und die zentrale Bereitstellung der Technik sind kostenintensive Baumaßnahmen und die Beschaffung von Technik in den einzelnen Inspektionen entbehrlich oder können auf ein minimales Maß reduziert werden. So werden durch Zentralisierung und effektive Nutzung der vorhandenen Ressourcen Kosten eingespart." Verzögerungen gab es trotzdem: Der Neubau wurde bereits zu Beginn des Jahres 2010 fertiggestellt. Ein Klageverfahren gegen die Vergabe der Leitstellentechnik hat jedoch dazu geführt, dass diese erst jetzt installiert starten. Neben 105 Polizeibeamten für die Polizeieinsätze werden sich dann 32 kommunale Angestellte um die Koordination von Feuerwehr- und Rettungseinsätzen kümmern. Damit ist die Leitstelle bundesweit die größte ihrer Art. Buskohl rechnet mit rund 1 200 Polizeinotrufen pro Tag - und verspricht sich ein hohes Synergiepotenzial: "Viele Informationen sind ja sowohl für die Polizei als auch für die Feuerwehr von Bedeutung." Sorgen, Moderne Großleitstelle: Kooperationsort für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst. wird. Buskohl kann dem auch einen positiven Aspekt abgewinnen: "Wir hatten dadurch Zeit, uns mit möglichen Problemen auseinanderzusetzen - und konnten diese im Vorfeld lösen." Schon jetzt arbeiten die ersten Mitarbeiter an ihrem neuen Arbeitsplatz; im Oktober nimmt die Leitstelle mit voller Personalstärke ihren Probebetrieb auf. Ab Mitte 2012 wird sie im Echtbetrieb durch- Das Magazin für Niedersachsen | 3.2011 Foto: dpa dass der Datenschutz zu kurz kommt, hat er nicht: Die beiden Bereiche der Leitstelle sind durch eine Wand voneinander abgetrennt. Außerdem ist durch eingeschränkte Zugriffsrechte technisch gewährleistet, dass jeder nur die für seine Arbeit wichtigen Daten erhält: So hat die Polizei keine Einsicht in sensible Patientendaten und umgekehrt haben Feuerwehr und Rettungsdienst keinen Einblick in die Einsatzdaten der Polizei.

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Mut zur Verantwortung Weit mehr als 10 000 Kandidaten treten bei den Kommunalwahlen in Niedersachsen auf CDUListen an. Sie alle haben den Mut, vor Ort Verantwortung zu übernehmen. Deshalb hat die Landes-CDU das Motto "Mut zur Verantwortung" zum Leitmotiv für die Kommunalwahlkampagne gemacht. Die Besonderheit: Auf den Plakaten sind ausschließlich echte Niedersachsen zu sehen. ThemenplakaT ZukunfT Vierzehn Parteimitglieder machen auf dem Abschlussplakat der CDU deutlich, für wen sie Verantwortung übernehmen: für ihre Kinder. Denn die strahlen auf dem Plakat um die Wette. Da Kinder unsere Zukunft sind, haben wir uns entschlossen, zum Abschluss der Kampagne zu zeigen, wie unsere Zukunft aussieht. "Das ist ein optimistisches Plakat, das den Niedersachsen sicherlich viel Freude machen wird", sagt CDU-Generalsekretär Ulf Thiele (siehe Poster Heftmitte). Typisch cDu Was haben ein türkischstämmiger Schützenkönig, eine Fußballschiedsrichterin, ein Mann von der Freiwilligen Feuerwehr und eine Rettungsschwimmerin gemein? Sie sind typisch CDU! Denn so ist die Volkspartei: ein vielseitiges Team. Alle vier Modelle kandidieren am 11. September für die CDU. ThemenplakaT familie Vier Enkel hat sie: zwei Mädchen, zwei Jungs. Inge Voigt ist eine stolze Großmutter. Wenn sie mit ihren Enkeln spielen kann, ist sie glücklich. Seit vielen Jahren engagiert sich die ehemalige Verwaltungsangestellte politisch in Wunstorf. "Ich bin ein sozial eingestellter Mensch", sagt sie über sich selbst. Die Nachkriegsgeneration habe einfach Verantwortung übernehmen müssen. "Ich passe nicht gut zu Möbeln - auf dem Sofa zu sitzen, das ist nichts für mich", meint die 69-Jährige. Am 11. September kandidiert Inge Voigt für den Rat der Stadt Wunstorf.

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ThemenplakaT sicherheiT Stefan de Vries ist Feuerwehrmann durch und durch. Das liegt in der Familie. "Zeitweise sind drei de Vries zur gleichen Zeit Ortsbrandmeister in Uplengen gewesen", erzählt der Ostfriese. Selbst seine Frau ist bei der freiwilligen Feuerwehr ehrenamtlich aktiv. "Bei der Feuerwehr kann ich den Menschen helfen", beschreibt der 34-Jährige seine Motivation. Drei bis vier Stunden investiert der Unternehmer pro Woche in sein Ehrenamt. Und das tut er gern. "Die Feuerwehr ist eine Herzenssache - die bleibt für immer", sagt de Vries. ThemenplakaT arbeiT Zusammen mit seinem Vater Heinz gründete Heino Stührenberg 1989 eine Firma für Blockhaus- und Holzrahmenbau in Rhauderfehn. Irgendwann soll der Familienbetrieb in die dritte Generation übergehen. Heino Stührenbergs Sohn Malte ist Tischlerlehrling im Familienbetrieb. "Wir sind eine eingeschworene Familie", sagt sein 45-jähriger Vater. Zwei Lehrlinge bilden die Stührenbergs gerade aus und würden gern noch mehr Jugendlichen die Chance geben, bei ihnen einen Beruf zu erlernen - echt Familienunternehmen eben. Am 11. September kandidiert Heino Stührenberg für den Rat der Gemeinde Rhauderfehn.

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| service | international | deutschland | niedersachsen | schwerpunkt | aktuell | sicherheit lande. Damit steht Deutschland unangefochten auf Platz eins. In Niedersachsen engagieren sich rund 127 000 Menschen bei den freiwilligen Feuerwehren. "Noch sind wir gut aufgestellt", sagt Landesbranddirektor Schallhorn. "Wir müssen allerdings dafür sorgen, dass das auch so bleibt." Deshalb haben die niedersächsischen Feuerwehren Handlungsfelder identifiziert, denen sie in den kommenden Jahren besondere Aufmerksamkeit widmen werden. Dazu zählen die Nachwuchsgewinnung, die Integration, die Förderung des Ehrenamts, bessere Möglichkeiten zur Aus- und Fortbildung sowie der Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Erste Maßnahmen hat die Landesregierung bereits schnell und unbürokratisch umgesetzt, so etwa den Feuerwehrführerschein, mit dem ehrenamtliche Mitglieder freiwilliger Feuerwehren derzeit Einsatzfahrzeuge bis zu einem Gesamtgewicht von 7,5 Tonnen steuern dürfen. Professionelle Ausbildung notwendig Mit dem Neubau der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz (NABK) in Celle steht das größte Projekt aber noch bevor. Der Standort der Akademie in Loy wurde bereits saniert und ausgebaut. "Wir können Ehrenamtliche nur zum Einsatz motivieren, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Dazu gehört die professionelle Ausbildung - deshalb ist die Akademie von zentraler Bedeutung", sagt Schallhorn. Auf dem ehemaligen Kasernengelände in Celle-Scheuren, auf dem der neue Akademiestandort entstehen soll, können die Feuerwehrleute reale Situationen nachstellen und die entsprechenden Einsätze üben. Derzeit läuft der Grundstückserwerb, erste Entwürfe für die Akademie liegen vor. Zudem gibt es Beschlüsse des Landes zur Finanzierung und Realisierung. Spätestens bis zum Jahr 2020 soll die Akademie fertiggestellt sein. "Sobald wir das Gelände gekauft haben, können wir mit der Ausbildung beginnen", sagt Schallhorn. Im Idealfall sollen die Maßnahmen schon früher fruchten - und die Akademie soll ihre Arbeit zwischen 2015 und 2017 aufnehmen. Derzeit ist jede Ortsfeuerwehr in der Lage, Menschen aus dem zweiten Obergeschoss eines brennenden Mehrfamilienhauses zu retten und die Flammen zu bekämpfen. "Wenn wir es nicht schnell schaffen, den Negativtrend aufzuhalten, wird das vielleicht bald nicht mehr möglich sein", so Schallhorn. Die niedersächsischen Feuerwehren haben also Arbeit vor sich. Unterstützt werden sie dabei von der CDU-geführten Landesregierung. Denn der CDU ist es wichtig, dass die überwiegend ehrenamtlichen Feuerwehrleute, die so wie Melanie de Vries an jenem Heiligabend ihr Leben zum Schutz anderer einsetzen, die nötige Ausbildung bekommen, um sich auch im Einsatz sicher bewegen zu können. Beherzter Einsatz: In Niedersachsen engagieren sich schon jetzt überdurchschnittlich viele Frauen in den Feuerwehren. Ihre Zahl soll noch weiter steigen. HinseHen unD HeLfen Präsenz zeigen, Passanten auf Fehlverhalten ansprechen, das subjektive Sicherheitsgefühl stärken - das sind die Aufgaben des Freiwilligen Ordnungs- und Sicherheitsdiensts (FOSD). Das Innenministerium hat das Pilotprojekt, an dem zunächst acht Städte und Gemeinden teilgenommen haben, im Jahr 2006 ins Leben gerufen. Damit wollte das Ministerium zum einen das Sicherheitsgefühl der Bürger verbessern und zum anderen eine Kultur des Hinsehens und der gegenseitigen Verantwortung fördern. Etwa in Stade: Dort machen 13 Freiwillige das Projekt zu einem Erfolg. Im Jahr 2010 meldeten sie auf 471 Streifengängen rund 1 250 Sachverhalte und Probleme und haben auch dazu beigetragen, Straftaten zu vereiteln. Die Mitglieder des FOSD sind an ihrer Kleidung eindeutig zu erkennen. Über hoheitliche Befugnisse verfügen sie jedoch nicht - in schwierigen Situationen müssen auch sie die Polizei zu Hilfe rufen. Bis zum Jahr 2009 hat die Polizeiakademie Niedersachsen die Arbeit des FOSD regelmäßig evaluiert. Ihr Ergebnis: In den Bereichen, in denen Freiwillige unterwegs waren, fühlten sich die Bürger tatsächlich sicherer. Hinsehen hilft also. Foto: dpa Das Magazin für Niedersachsen | 3.2011

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ArbeIt für Alle Die Konjunktur in Niedersachsen brummt. In einigen von der CDU regierten Städten und Kreisen herrscht faktisch Vollbeschäftigung. Allerdings birgt der Aufschwung eine Gefahr: Fachkräfte werden knapp. Es kreist die Flex: Das Baugewerbe in Niedersachsen hat sich in den letzten Monaten sehr positiv entwickelt. n Niedersachsen jagt seit Monaten ein Tief das an­ dere. Anders allerdings als trübe Wettervorhersagen sorgen diese Ausläufer regelmäßig für Hochstim­ mung. Denn immer mehr Menschen in Deutsch­ lands Norden haben Arbeit. Oder anders gesagt: Im­ mer weniger haben keine. Um 8,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf durchschnittlich 267 350 Erwerbslo­ se sank im Juni die Zahl derer, die auf staatliche Un­ terstützung angewiesen sind. Das entspricht einer durchschnittlichen Arbeitslosenquote von 6,7 Prozent. Im Vorjahr lag sie noch bei 7,3 Prozent. Das ist der niedrigste Stand in einem Juni seit 19 Jahren. Seit der Wirtschaftskrise, die das Land schneller überwunden hat als erwartet, ist die Konjunktur in Niedersachsen explodiert. Bundesweit führt das Nordlicht bei der Beschäftigungsentwicklung deut­ lich. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Ar­ beitnehmer stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat im Juni um 2,9 Prozent auf rund 2,52 Millionen an. "In mittlerweile zehn Landkreisen liegt die Arbeitslo­ senquote unter fünf Prozent", freut sich Ministerprä­ sident David McAllister über die guten Zahlen. Das sei ein Wert, bei dem manche Volkswirte von Voll­ beschäftigung sprächen. "Unser Land ist wirtschafts­ und arbeitsmarktpolitisch auf dem richtigen Weg", sagt der Regierungschef. Jugendliche profitieren vom Boom Insbesondere die Bereiche Baugewerbe, Verkehr und Logistik, Gesundheits­ und Sozialwesen sowie die Zeitarbeit haben sich laut Angaben der Arbeitsagen­ tur überproportional positiv entwickelt. Vor allem die Zeitarbeit ist ein guter Seismograf für die konjunktu­ relle Entwicklung im Land. Läuft es gut in der Wirt­ schaft, schlägt das Barometer positiv aus und die Un­ ternehmen suchen zunächst kurzfristig nach Leihar­ Das Magazin für Niedersachsen | 3.2011 Foto: Fotolia

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| service | international | deutschland | niedersachsen | schwerpunkt | aktuell | Arbeit beitskräften. Vom Boom profitiert haben aber auch Jugendliche unter 25 Jahren, die in der Krise ihre Ar­ beitsstelle verloren hatten. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der jüngeren Arbeitslosen im Juni um 17,7 Prozent gesunken. Die Gründe für die gute Entwicklung in Nieder­ sachsen sind vielfältig, vor allem aber abhängig von den wirtschaftlichen Gegebenheiten vor Ort: Wie hoch ist die Dichte an industriellen Betrieben? Wie stark sind die Unternehmen abhängig von den kon­ junkturellen Gegebenheiten? Auch die demografische Entwicklung spielt eine gewichtige Rolle. werden die Fachkräfte. Klaus Stietenroth, Vorsitzen­ der der Geschäftsführung der Regionaldirektion Nie­ dersachsen­Bremen der Bundesagentur für Arbeit, bewertet die Lage deshalb differenziert: "Die niedrigs­ te Arbeitslosenzahl in Niedersachsen in einem Juni seit 19 Jahren ist natürlich ein toller Erfolg", sagt er. Ein Blick auf die regionalen Quoten zeige jedoch eine große Spreizung. So lägen manche Bezirke deutlich über dem niedersächsischen Schnitt. Allerdings müss­ ten auch Regionen, die sich in Richtung Vollbeschäf­ tigung bewegten, Herausforderungen bewältigen. "Dort werden bereits in manchen Branchen die Ar­ beitskräfte knapp", sagt Stietenroth. Angesichts stei­ Niedrigste Quote seit 19 Jahren Aus dem von der SPD regierten Landkreis Goslar bei­ spielsweise wandern immer mehr junge Leute ab. Die Arbeitslosenquote liegt dort bei 9,3 Prozent. Auch in städtischen Regionen ist die Beschäftigungslage grundsätzlich angespannter als auf dem Land. Dort finden sich besonders viele Menschen, die auf Unter­ stützung angewiesen sind. Im von der SPD regierten Wilhelmshaven etwa liegt die Arbeitslosenquote bei 12,7 Prozent. Die kreisfreie Stadt hat in den vergan­ genen Jahrzehnten massiv unter der schwachen Wirt­ schaftsstruktur im nordwestdeutschen Raum gelitten. Viele Arbeitsplätze gingen mit der Schließung diver­ ser Industrieunternehmen verloren, die Arbeitslosig­ keit liegt weit über dem westdeutschen Durchschnitt und die Einwohnerzahl sank deutlich. Die wenigsten Arbeitslosen im Bundesland weist Wittmund aus, Hannover die meisten. In Wittmund waren im Juni 1 519 Menschen ohne Beschäftigung, 257 weniger als noch im Vormonat. In Hannover hat­ ten im Juni 50 139 Menschen keinen Job. Das sind 1 602 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquo­ te lag dort bei 8,7 Prozent und damit deutlich über dem Landesdurchschnitt von 6,7 Prozent. Über die niedrigste Arbeitslosenquote freuen kön­ nen sich nach Arbeitsagenturangaben Vechta (CDU­ regiert), das im Oldenburger Münsterland und damit in einem der aufstrebendsten Landesteile Niedersach­ sens liegt, und das Emsland (CDU) mit jeweils 3,3 Prozent. In Vechta sank der Arbeitslosenanteil gegen­ über dem Vormonat um 0,5 Prozent, im Emsland so­ gar um 0,7 Prozent. In dem Landstrich im Westen Niedersachsens sind so bedeutende Unternehmen an­ gesiedelt wie die Meyer­Werft, Nordland Papier, die Pkw­Teststrecke von Mercedes­Benz, das Kernkraft­ werk Emsland und die Transrapid­Versuchsstrecke. Allerdings birgt der Turboaufschwung, der vor al­ lem in den CDU­dominierten niedersächsischen Kommunen zu beobachten ist, auch neue Herausfor­ derungen. Denn je mehr Arbeit es gibt, desto knapper "Wo die CdU regiert, haben die MensChen arbeit" Arbeitslosenquote für die Kreise in Niedersachsen Spitzenreiter Arbeitslosenquote 3,3 Prozent 3,3 Prozent 3,9 Prozent 4,4 Prozent 4,4 Prozent Rote Laterne Arbeitslosenquote 12,7 Prozent 10,0 Prozent 9,4 Prozent 9,4 Prozent 9,1 Prozent Kreis Emsland Vechta Osnabrück Land Diepholz Grafschaft Bentheim Kreis Wilhelmshaven Emden Osterode am Harz Goslar Salzgitter Stärkste Fraktion in Rat/Kreistag CDU CDU CDU CDU CDU Stärkste Fraktion in Rat/Kreistag SPD SPD SPD SPD SPD Alle Zahlen Stand Juni 2011. gender Fachkräftebedarfe dürfe kein Potenzial unge­ nutzt bleiben. Fachkräftemangel herrscht nach Angaben der Ar­ beitsagentur in einigen Branchen und Regionen be­ sonders in Bereichen wie den Gesundheitsberufen ohne Approbation, der Altenpflege und Sozialarbeit, bei Technikern, Kinderpflegerinnen und Erzieherin­ nen, in IT­Berufen, Ingenieurberufen sowie bei den Metallberufen. Dabei liegen vor allem bei Älteren, Alleinerziehenden und Schwerbehinderten unge­ nutzte Potenziale brach. Der Arbeitsmarktexperte empfiehlt Betrieben daher, diese Beschäftigungsgrup­ pen mit in die engere Auswahl zu nehmen. Schließ­ lich ist ein Ende des Booms derzeit nicht abzusehen. Und wie Ministerpräsident McAllister betont, "bleibt es das Ziel der Landesregierung, die Standortbedin­ gungen in Niedersachsen für Investitionen und Ar­ beitsplätze kontinuierlich weiter zu verbessern". Das Magazin für Niedersachsen | 3.2011

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| aktuell | schwerpunkt | niedersachsen | deutschland | international | service | Interview "WAchsAm bleIben" Deutschland ist als Wirtschaftsmotor Europas aus der Krise hervorgegangen. Bundesarbeitsminsterin Ursula von der Leyen verrät, wie wir den Aufschwung stabilisieren, brachliegende Potenziale nutzen und warum Vollbeschäftigung möglich ist. können Familien Karriere und Kindererziehung oder Pflege besser unter einen Hut bringen? Wie bewahren wir die Schöpfung? Für die Energiepolitik der Zukunft müssen wir heute die richtigen Weichen stellen. Beim Einstieg in die erneuerbaren Energien ist die Wirt­ schaftskompetenz der Union gefragt. Kennen Sie eigentlich Rainald Grebe? Ja. Mir gefällt, dass er Deutschland nicht so bierernst nimmt - und es trotzdem immer irgendwie liebevoll besingt. Rainald Grebe hat mit Blick auf die 68er die sarkastischen Zeilen gedichtet: "Und dann machen die da Revolution - bei Vollbeschäftigung". Sind wir bald wieder so weit? Revolutionsstimmung erkenne ich noch nicht. Voll­ beschäftigung hingegen ist zumindest wieder vorstell­ bar - und in einigen Regionen schon Wirklichkeit. Aber Grebe hat in einem recht: In Krisenzeiten, wenn es um die Existenz geht, rücken viele vermeintlichen Nebenthemen in den Hintergrund. Wenn der Job wie­ der sicher scheint, dann gewinnen gesellschaftliche Debatten an Dynamik, die es normalerweise schwer in die Schlagzeilen schaffen. Dass etwa eine Glaubens­ frage wie Sack­ oder Tiefbahnhof Wahlen entscheiden kann, ist gewöhnungsbedürftig. Die Arbeitslosigkeit geht zurück und Sie kürzen folgerichtig die Mittel zur Eingliederung von Arbeitslosen. Müssen wir bald weniger in die Arbeitslosenversicherung einzahlen? Die Bundesregierung hatte die Beiträge zur Arbeits­ losenversicherung vor der Krise überproportional abgesenkt, um Beschäftigung zu fördern, und zu diesem Zweck mehr Steuermittel in die Bundesagen­ tur für Arbeit geleitet. Diese Steuermittel werden jetzt zurückgeführt - dennoch bleibt der Beitragssatz niedrig. Die Bundesagentur für Arbeit ist mittlerwei­ le ein moderner Dienstleister, der mit dem jetzigen Beitrag gut wirtschaftet. Die BA braucht finanzielle Spielräume. Jetzt brummt die Konjunktur, jetzt gibt es die Chance, den harten Kern der Langzeitarbeits­ losen weiterzubilden und wieder in den ersten Arbeitsmarkt zu bringen. Perspektiven aufzeigen: Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen will durch gute Arbeit neues Vertrauen schaffen. Frau von der Leyen, jeden Monat verkünden Sie geringere Arbeitslosenzahlen. Ihr Job muss Ihnen richtig Spaß machen, oder? Natürlich freue ich mich über die gute Entwicklung, denn hinter den Zahlen stehen ja Hunderttausende Menschen, die im Job wieder Fuß gefasst haben. Gleichzeitig gilt es, wachsam zu bleiben, denn sinken­ de Arbeitslosenzahlen sind zugleich Vorboten einer großen Herausforderung: Schon heute haben wir eine Million offene Stellen. Wir müssen uns mächtig ins Zeug legen, damit Deutschlands Unternehmen auch in Zukunft über genügend Fachkräfte verfügen. Deutschland ist gestärkt aus der Finanz- und Wirtschaftskrise hervorgegangen. Wir sind Wirtschaftsmotor in Europa. Trotzdem verbindet keiner diese Erfolge mit der CDU. Warum? Die Regierung Merkel hat unser Land mit internatio­ nal beispiellosem Erfolg durch die Krise geführt. Da wurden schnell die richtigen Entscheidungen getrof­ fen. Aber als die Wirtschaft wieder anzog, haben an­ dere Themen - denken Sie an Fukushima - vieles überlagert. Die Bürger sind verunsichert. Wir in der CDU müssen durch gute Arbeit Vertrauen in das Jetzt schaffen - und gleichzeitig nachvollziehbare Perspek­ tiven für das Morgen aufzeigen und konservative Wer­ te in die heutige Zeit übersetzen: Wie schaffen wir faire Entlohnung für Vollzeitbeschäftigte, sodass jeder, der sich nach Kräften bemüht, davon leben kann? Wie Das Magazin für Niedersachsen | 3.2011 Foto: dpa

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Für die Kinder von Sozialhilfeempfängern haben Sie viele zusätzliche Mittel bereitgestellt - für Schulbücher, Mittagessen, Nachhilfe, den Vereinsbeitrag oder Klavierunterricht. Aber nur wenige wollen das Geld. Wie kommt's? Das Bildungspaket ist eine neue Leistung, die sich erst einspielen muss. Die Bargeldpolitik der Vergangenheit hat an der Ausgrenzung bedürftiger Kinder nichts ge­ ändert. Dass das Bildungspaket erst schleppend abge­ rufen wurde, zeigt eindrucksvoll, dass es richtig war, statt mehr Geld konsequent auf konkrete Dienstleis­ tungen umzusteuern. Das Geld hätten wir überwiesen und nichts hätte sich für die Kinder geändert. Das Bil­ dungspaket bedeutet Einsatz für die Kinder seitens der Eltern und der Verwaltung. Die Kinder sollen dorthin, wo Gleichaltrige sind. Mittlerweile nutzen 25 bis 30 Prozent der berechtigten Kinder das Bildungspaket, nehmen an Mittagessen, Freizeitangeboten und Lern­ förderung teil. Das freut mich sehr. Erst das Bildungs­ paket hat gezeigt, dass sich Eltern, Behörden und Ge­ sellschaft gemeinsam einsetzen müssen, um die Chan­ cen dieser Kinder zu verbessern. Dass das kein leichter Weg ist, war allen von Anfang an klar - aber es lohnt sich eben. Haben Sie auf Ihrer gemeinsamen Kutschfahrt in Aachen Wladimir Klitschko gefragt, was ukrainische Fachkräfte nach Deutschland ziehen würde? Das war nicht ganz unser Thema. Aber dass Wladimir Klitschko seine internationale Karriere in Deutsch­ land gestartet hat, zeigt, dass unser Land eine Adresse für Talente ist. Das gilt auch für seine Landsleute. " nterderWochehalteichden U ArbeitsmarktaufTrab,am WochenendePferdeundPonys." URSULA voN dER LEyEN, Bundesministerin für Arbeit und Soziales Wenn Sie die freie Wahl hätten zwischen Boxen, Reiten und Arbeitsmarktzahlen verkünden, was würden Sie machen? Als überzeugte Niedersächsin versuche ich den Spagat: Unter der Woche halte ich den Arbeitsmarkt auf Trab, am Wochenende die Pferde und Ponys. Wir schaffen wirtschaftliche Lösungen für Lager, Logistik und Transport o inhabergeführt o konzernunabhängig o dynamisch o flexibel o an 5 eigenen Standorten in Europa o für Handel und Industrie o für Großunternehmen und Mittelständler o mit allen Sondergenehmigungen o mit der gesamten Logistik-Kette www.ebeling-spedition.de Zentrale: 30900 Wedemark · Tel.: 05130-58 00-0

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| aktuell | schwerpunkt | niedersachsen | deutschland | international | service | Kommunale finanzen Luft zum Atmen Seit ihrem Amtsantritt hat die Landesregierung die finanzielle Basis der Städte, Gemeinden, Landkreise und der Region Hannover gestärkt und dadurch ihre Bedeutung im staatlichen Gesamtsystem erhöht. Gute Voraussetzungen also für die Kommunalwahlen im September. Von Reinhard Winter, KPV-Vorsitzender in Niedersachsen, CDU-Landratskandidat im Kreis Emsland ug um Zug stärkt die CDU-geführte Landesregierung seit der Regierungsübernahme 2003 in Niedersachsen die finanzielle Grundlage der Städte, Gemeinden, Landkreise und der Region Hannover. Ob mit dem Zukunftsvertrag, der Verankerung des sogenannten Konnexitätsprinzips in der Landesverfassung oder der Absenkung der Gewerbesteuerumlage - die christlich-liberale Koalition in Hannover richtet das Land konsequent von unten nach oben aus. Die Landesregierung weiß, wie wichtig die kommunale Ebene ist. Denn hier finden die Menschen ihre direkten Ansprechpartner in fast allen Fragen des täglichen Lebens. Land den Betroffenen die Möglichkeit, wieder finanziellen Gestaltungsspielraum zu erlangen und sich mittel- und langfristig zu konsolidieren. Es sind aber nicht nur monetäre Fragen, die uns Kommunalpolitiker umtreiben. Die Stärkung der Rolle des Ehrenamtes als tragender Säule der kommunalen Räte und Kreistage war und ist eine ständige Herausforderung. Hier ist Niedersachsen ein großer Wurf gelungen. Mit dem neuen Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) wurden drei Kommunalgesetze zu einem zusammengefasst. Damit hat Niedersachsen im Ländervergleich mit 180 Vorschriften jetzt die schlankste Kommunalverfassung der Bundesrepublik. fünf frAgen An ... "Wir Wollen die nummer eins bleiben" Ministerpräsident David McAllister über Wahlziele, Teamgeist und die Großstadtkompetenz der Volkspartei CDU Sind die Kommunalwahlen Stimmungstest für die Landtagswahl 2013? McAllister: Kommunalwahlen haben eigene Regeln. Es geht um örtliche Themen und vor allem um die Kandidaten vor Ort. Sie stehen zur Wahl. Hat die CDU denn die richtigen Personen? McAllister: Davon bin ich überzeugt. Wir haben tolle Kandidaten, die vor Ort fest verankert und vielseitig engagiert sind. Für uns treten weit mehr als 10 000 Frauen und Männer an - alles Menschen, die sich für ihre Mitbürger einsetzen wollen. Darauf baut unser Wahlkampf auf. Das haben Sie ja mit Ihrem Auftaktplakat deutlich gemacht. McAllister: Wir haben auf unserem ersten Großflächenplakat vier unserer Kandidaten, die ehrenamtlich als Fußballschiedsrichterin, freiwilliger Feuerwehrmann, Rettungsschwimmerin oder Schützenkönig tätig sind, in einer Szene zusammen mit mir als CDU-Landesvorsitzendem dargestellt. Das zeigt unseren Teamgeist, verbunden mit dem Slogan: "Typisch CDU". Denn so ist die Volkspartei CDU: eine vielseitige Mannschaft. Was ist Ihr Wahlziel? McAllister: Wir sind die stärkste kommunale Kraft und wollen diese Position verteidigen. Unser Ziel ist es, wieder die Goldmedaille zu gewinnen. Muss die CDU dafür nicht in den Großstädten stärker punkten? McAllister: Die CDU war und ist traditionell die Partei des ländlichen Raumes. Aber in Niedersachsen haben wir auch Großstadtkompetenz. In Braunschweig stellen wir zusammen mit der FDP die Ratsmehrheit und mit Gert Hoffmann den Oberbürgermeister. Ebenso stellen wir die Oberbürgermeister in Wolfsburg und Salzgitter. Zukunftsvertrag für starke Kommunen Seit Beginn dieses Jahres können die niedersächsischen Kämmerer erst Recht aufatmen. Gründe sind der Wirtschaftsaufschwung und die damit verbundenen steigenden Gewerbesteuereinnahmen. Die jedoch deutlich geringer ausgefallen wären, hätte die Landesregierung 2004 nicht die Absenkung der Gewerbesteuerumlage von 28 auf nur noch 20 Prozent beschlossen. Jährlich spült dies rund 300 Millionen Euro extra in die kommunalen Kassen. Darüber hinaus profitieren die Städte und Gemeinden von der Anhebung des Grunderwerbsteuersatzes von 3,5 auf 4,5 Prozent. Ein Drittel der zusätzlichen Einnahmen - rund 33 Millionen Euro - fließt über den Finanzausgleich in die Stadt- und Gemeindekassen. Zudem unterstützt das Land Niedersachsen finanz- und strukturschwache Kommunen mit einer Entschuldungshilfe. Dazu haben die Landesregierung und die kommunalen Spitzenverbände Ende 2009 den Zukunftsvertrag für starke Kommunen unterzeichnet, der in diesem Jahr bis 2013 verlängert wird. Gefördert werden freiwillige Gemeinde- und Kreiszusammenschlüsse. Bisher sind Verträge über 72 Millionen Euro abgeschlossen worden. Die Entschuldung wird ergänzt durch eine ressortübergreifende, integrative Regional- und Strukturpolitik, um durch einen gezielten Strukturwandel die regionale Leistungsfähigkeit der Gebietskörperschaften dauerhaft zu sichern. Mit dieser Entschuldungshilfe bietet das Das Magazin für Niedersachsen | 3.2011

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| service | international | deutschland | niedersachsen | schwerpunkt | aktuell | Kommunalwahl 2011 die Letzten 72 Stunden Engagierte Wahlkämpfer geben auf der Zielgeraden noch einmal richtig Gas: Da viele Wähler erst sehr spät entscheiden, ob und wen sie wählen, ist es wichtig, die eigenen Anhänger zum Finale noch einmal zu motivieren. 2011: Am 11. September CDU! die Alle Stimmen für www.cdu-niedersachsen.de Werben um jede Stimme: Mit "Wir-stehen-für"-Plakaten (ab 60,40 Euro/25 Stück), Türanhängern (17,71 Euro/500 Stück) und Brötchentüten (14,99 Euro/500 Stück) sind Kommunalwahlkämpfer bestens gerüstet. or allem in CDU-Hochburgen lohnt es sich, während der Schlussphase Wähler verstärkt an den Urnengang zu erinnern und Sympathiewerbung zu betreiben. Genau darauf zielt die 72-Stunden-Kampagne der CDU in Niedersachsen ab, für die es im Internet (shop.cdu-niedersachsen.de) spezielles Werbematerial gibt. Mit frischen Brötchen zum Frühstück beispielsweise lässt sich fast jedem eine Freude bereiten. An den Wahltermin erinnern Um aus der netten Geste eine Wahlkampfaktion zu machen, offeriert der Shop entsprechend gestaltete Brötchentüten. Kleiner Praxistipp: Die Brötchen sollten rechtzeitig bei einer örtlichen Bäckerei bestellt werden, damit sie in der Nacht in die entsprechenden Tüten verpackt und im Verteilgebiet vor den Haustüren abgelegt werden können. Diese Aktion verlangt zwar den Helfern viel ab, kommt aber bei den Menschen erfahrungsgemäß sehr gut an. Als freundliche Erinnerung an den Wahltermin ist in Hochburgen auch das Verteilen von Türanhängern sinnvoll. Mit klassisch gestanzten Exemplaren kommt der Wahlkämpfer aber meistens nicht weit. Die in Einfamilienhaus-Siedlungen üblichen Türgriffe sind häufig zu groß für konventionelle Modelle. Darum hat die Landesgeschäftsstelle dieses Werbemittel neu erfunden: Als Post-it-Zettel mit extrastarkem Klebestreifen auf der Rückseite haften die CDU-Wahlerinnerungen sowohl an Türen als auch an Holz und Stein. Gleichwohl lassen sich die Zettel ohne Probleme rückstandslos entfernen. Überdies können Kandidaten die Türanhänger mit einem Stempel vorab individualisieren oder mit persönlichen Grüßen versehen - eine Maßnahme, mit der viele Wähler schnell und punktgenau zum Wahltag erreicht werden können. Stärker auf Inhalte abzielend sind die mit dem Slogan "Wir stehen für ..." bedruckten Plakate, mit deren Hilfe sich jeder Wahlkampfstand in eine Demonstrationszone verwandeln lässt. Dazu müssen die Wahlkämpfer die Plakate lediglich an einem Holzstiel befestigen. Jeder Kandidat kann auf diese Weise deutlich machen, für welches Ziel die CDU in dem jeweiligen Ort steht. Aufmerksamkeit wecken Bei einem Wahlkampf, der stark von einem Thema geprägt ist, empfiehlt es sich, dass alle die gleiche Forderung auf ihre Plakate schreiben. Alternativ hält jeder Kandidat seine ganz persönliche Forderung hoch, um gemeinsam die gesamte Bandbreite der CDU-Politik abzubilden. Eine Aktion, die etwas Mut erfordert, der aber Aufmerksamkeit gewiss ist. Und die ist letztlich entscheidend - vor allem auf der Zielgeraden. Fotos: CDU in Niedersachsen Das Magazin für Niedersachsen | 3.2011

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| aktuell | schwerpunkt | niedersachsen | deutschland | international | service | kommunalwahl 2011 auf Tuchfühlung Wer sich gegen die politischen Mitbewerber durchsetzen will, muss auf der Klaviatur der Wahlkampfinstrumente zu spielen wissen. Straßen- und Häuserwahlkampf kosten Zeit und manchmal Überwindung - dafür sind sie gerade in der heißen Phase umso effektiver. organisiert er die Finanzierung eines neuen Autos für die Jugendfeuerwehr. Und begrüßt einen vorbeiziehenden älteren Herrn mit einem freundlichen "Moin, Moin, Heinz!", was dieser gern erwidert. Präsenz zeigen "Es macht einfach Spaß, mit den Menschen zu reden", erklärt der passionierte Kommunalpolitiker. "Ich zeige ihnen, dass mir Politik Freude bereitet - und das kommt an." Der 58-Jährige steht mit einem halben Dutzend anderer Stadtratskandidaten am Stand, Neulinge führt er zielgerichtet an den Straßenwahlkampf heran. Meist geht es dabei weniger um politische Debatten als vielmehr darum, Präsenz zu zeigen. "Gesehen werden, den eigenen Namen bekannt machen und einen Schnack halten", lautet Gerd Engels Rezept. Und natürlich: sich den Problemen der Bürger annehmen. Um diese zielgerichtet angehen zu können, beteiligt sich die CDU Munster an der Aktion "Wo drückt der Schuh?". Alle Orts- und Kreisverbände können die entsprechenden Plakate und Aufsteller im Onlineshop der CDU in Niedersachsen (shop.cdu-niedersachsen.de) anfordern Nah dran an den Bürgern: Gerd Engel, Stadtratskandidat in Munster, nutzt die Aktion "Wo drückt der Schuh?", um auf dem örtlichen Marktplatz um Wähler zu werben. amstagmorgen, 8.30 Uhr. Während sich Partygänger und Spätaufsteher noch im Bett räkeln, schlagen die Händler des Munsteraner Wochenmarktes ihre Stände auf. Inmitten des Trubels öffnet sich der Kofferraum eines Golf Plus. Nicht Eier oder Wollsocken hat er geladen, sondern Stehtische, Aufsteller und Sonnenschirme - allesamt im Design der CDU. Gerd Engel will den regen Publikumsverkehr nutzen und um die Gunst der Wähler werben. Mehrmals im Jahr stellt der CDU-Ortsverband der Heidestadt einen Werbestand auf; vor Urnengängen erhöhen die Parteifreunde die Frequenz. Engel ist dabei ganz in seinem Element: Er grüßt, schüttelt Hände, erklärt einer angehenden Mutter, wie sie am besten an einen Kindergartenplatz gelangt. Beiläufig häuSerwahlkampf - die Spielregeln im überblick o Auswahl der Haushalte: Ein flächendeckender Häuserwahlkampf ist zeitlich meist nicht möglich - die sinnvolle Beschränkung auf Wohngebiete mit vielen potenziellen CDU-Wählern ist umso wichtiger. o Wahlauswertungen von Kommune oder Statistikamt zur zurückliegenden Wahl helfen bei der Priorisierung. o Wichtigste Ziele des Häuserwahlkampfes: Informieren, nicht bekehren, also viele enge Kontakte in möglichst kurzer Zeit schaffen. Die Richtdauer für einen Besuch beträgt drei Minuten. o Tief gehende Diskussionen vermeiden: Politische Grundsatzdebatten und spontane Einladungen zum Kaffeeklatsch sollten höflich abgelehnt werden. o Interesse für weitere Informationen wecken: Flyer sorgen dafür, dass man im Gedächtnis bleibt, und vermitteln weitere Informationen. Wer's noch genauer wissen will: auf das Internet verweisen. o Viele Bürger wissen absolut nichts von der Wahl: Ein paar Informationen darüber, wer, wann und wie gewählt wird, schaden nicht und unterstreichen die eigene Sachkompetenz. o Freundlich bleiben: Auch wenn das Gegenüber ausfällig zu werden droht, stets die Contenance wahren und nicht auf Schimpfdiskussionen einlassen. o Im Tandem unterwegs: Weil man sich gegenseitig argumentativ unterstützen kann, ist es durchaus sinnvoll, gemeinsam mit einem zweiten Kandidaten von Haus zu Haus zu ziehen. Das Magazin für Niedersachsen | 3.2011 Fotos: Christian Wiesel

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und die nötigen Handzettel selbst ausdrucken. Auf diesen können Bürger ihre Probleme und Wünsche notieren. "Damit geben wir den Menschen die Gewissheit, dass wir ihre Probleme und Wünsche ernst nehmen und uns für sie einsetzen. Das zahlt sich aus", sagt Engel. Dank der plakativen Formel und der ansprechenden Aufmachung gelinge die Kontaktaufnahme sehr gut. Sein Tipp: den Bürgern am Stand zuhören und den Zettel dabei selbst ausfüllen. Noch enger auf Tuchfühlung mit den Bürgern geht die CDU rund 150 Kilometer weiter südlich: Möglichst viele Haushalte will die Vorsitzende des Stadtverbandes Alfeld zusammen mit anderen Kandidaten direkt besuchen. "Guten Tag, mein Name ist Ute Bertram, ich kandidiere für den Stadtrat und den Kreistag", wird die Wahlkämpferin in den nächsten Wochen an zahllosen Haustüren der Leinestadt sagen. Ein Werbegeschenk aus dem CDU-Shop erleichtert die Kontaktaufnahme; über die Presse hat Bertram die Bewohner im Vorfeld über ihr Kommen informiert. die Serie in profil KommuNAlWAHleN Wahlkampfprogramm, Pressetermine, Kandidatenaufstellung und, und, und: Wie für Tausende andere Wahlkämpfer der niedersächsischen CDU liegen hinter Ute Bertram und Gerd Engel aufreibende Wochen - und bis zur Wahl am 11.09. anstrengende vor ihnen. Seit September 2010 wurden die beiden Wahlkämpfer von profil begleitet und standen Rede und Antwort - dafür gilt ihnen unser Dank, verbunden mit den besten Wünschen für eine erfolgreiche Wahl! Häuserwahlkampf lohnt sich Der Gang von Tür zu Tür kostet Überwindung, weiß Bertram. Doch dafür ist er besonders effektiv, wie Klaus "der Kümmerer" Krumfuß belegen kann: Vor allem durch seinen intensiven Kontakt zu den Bürgern gelang es ihm 1998 als erstem CDU-Kandidaten, die Vorherrschaft der SPD im traditionell eher roten Wahlkreis Alfeld zu brechen und in der Folge zwei weitere Male in den Landtag einzuziehen. Durch Gespräche mit Krumfuß, bei einem Seminar zum Thema "Canvassing & Co" sowie mittels der Lektüre des "Servicehefts 3" der Landes-CDU zum Kommunalwahlkampf hat sich Bertram das Rüstzeug für den Häuserwahlkampf erarbeitet. So weiß sie beispielsweise, was zu tun ist, wenn sie an einen linientreuen politischen Gegner gerät oder gar beleidigt wird: "Für das Gespräch danken und einen schönen Tag wünschen - bloß nicht in Diskussionen verstricken." Anders geht es nicht. Allein schon, weil diese Wahlkampfform an sich schon sehr zeitintensiv mittels Flyer im Gedächtnis bleiben: Kandidatin Ute Bertram beim Häuserwahlkampf in der Leinestadt Alfeld. ist und die Kandidaten nicht länger als drei Minuten pro Tür aufwenden sollten. Darum gilt: Gesicht zeigen, vorstellen, politischen Standpunkt klarmachen, einige nette Worte sagen - das muss reichen. Facebook nicht vergessen In kleinen Ortschaften und Dörfern mit hohem gegenseitigem Bekanntheitsgrad kann ein geselliges Fest in der Scheune bei Würstchen und Bier effektiver sein als Häuserwahlkampf. Und weil Zielgruppen wie Jung- und Erstwähler zu Hause kaum zu erreichen sind, nutzt die Alfelder CDU soziale Netzwerke wie Facebook. Neben Canvassing auf dem Markt setzen die Munsteraner Kandidaten auch auf Wählerkontakt: In Straßenzügen oder an Einkaufszentren platzieren sie Stände und kündigen dies den Anwohnern zuvor per Post an. "Dieses Zugehen auf Menschen erzeugt mehr Nähe als jede Bürgermeistersprechstunde", so Engel. Für ihn ist dabei entscheidend, sich bei den Bürgern zurückzumelden und für die herangetragenen Probleme Lösungen zu präsentieren. Auch bei der Aktion "Wo drückt der Schuh?" reagierte Engel ohne Umschweife: Ein Anwohner beklagte einen demolierten Stromkasten inmitten der Stadt - nach einem Anruf bei den Stadtwerken konnte der Spitzenkandidat dem Munsteraner Bürger noch am gleichen Nachmittag schnelle Reparatur in Aussicht stellen. Der Nachteil von Canvassing und Häuserwahlkampf ist der Zeitaufwand, unschlagbarer Vorteil die hohe Erfolgsquote. "Wenn ich jemandem in die Augen schauen kann, baut das ein ganz anderes Vertrauen auf, insbesondere wenn ich dem Angesprochenen das Gefühl vermittle, dass er mit einem Politiker auf Augenhöhe reden kann", erklärt Gerd Engel. Nach Hunderten geschüttelten Händen, zahllosen "Moin-Moins" und vielen beantworteten Fragen ist für die CDUKandidaten an diesem Samstag Schluss. Die Blumen-, Gemüse- und Honighändler packen ein, und die Wahlkampfutensilien wandern zurück in den Golf. Dann herrscht wieder Stille auf dem zuvor so quirligen Munsteraner Markt. Eine trügerische Stille. Denn Gerd Engel weiß genau: Die richtig heiße Phase des Wahlkampfes hat gerade erst begonnen. Das Magazin für Niedersachsen | 3.2011

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Angekommen: Aygül Özkan liebt die grünen Ecken der Landeshauptstadt. Das Magazin für Niedersachsen | 3.2011

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| service | international | deutschland | niedersachsen | schwerpunkt | aktuell | unsere minister In nIedersachsen angekommen Nach ihrer Vereidigung musste sie ihr Mobiltelefon ausschalten, da es pausenlos klingelte. Die Zahl der Menschen, die Aygül Özkan zu ihrer Ernennung gratulieren wollten, war riesig. Kein Wunder - sie war die erste Ministerin in Deutschland mit türkischen Wurzeln. ängst hat sich der Wirbel gelegt, aber die Neu­ gier der Menschen ist geblieben. Viele stellen ihr auch heute noch die Frage: Warum ausge­ rechnet die CDU? Nie zögert sie mit ihrer Antwort: "Die CDU vermittelt die Werte, für die auch ich stehe: Familie, Solidarität und Nächstenliebe. Die Nächstenliebe ist das tragende Motiv, warum ich mich für das Miteinander und die Integration einsetze." Und das tut Aygül Özkan als niedersächsische Mi­ nisterin für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration seit mehr als einem Jahr. Ihre Politik nimmt alle Generationen und Menschen jeder Her­ kunft in den Blick. In ihrem ersten Jahr hat sie weit­ reichende Strukturentscheidungen getroffen, wichtige Weichen für die Zukunft der medizinischen Versor­ gung und die Pflege gestellt, drei große Gesetzesvor­ haben auf den Weg gebracht - und sich Niedersachsen und seine Menschen erschlossen. Sie ist angekommen im Land und im Amt. Häufig kommt sie auch mit jungen Menschen ins Gespräch. "Von Politikverdrossenheit habe ich bislang nichts gespürt", sagt Aygül Özkan. Viele staunten da­ rüber, wie schnell sich Özkan in das breit aufgestellte Ministerium eingearbeitet hat. Sie geht strukturiert vor, ihre Auffassungsgabe ist enorm und ihre spontane und offene Art erreicht die Menschen. Seit Mai 2010 lebt Aygül Özkan in Hannover. Per Fahrrad und zu Fuß erschließt sie sich die Landes­ hauptstadt, liebt besonders ihre grünen Ecken wie den Maschsee und die Eilenriede. Der eng geschnürte Ter­ minkalender hat sie gelehrt, die Zeit mit ihrem Mann und dem gemeinsamen Sohn intensiv zu nutzen. "Die freie Zeit an den Wochenenden und im Urlaub gehört meiner Familie", sagt die Ministerin. Sie kocht zusam­ men mit ihrem Sohn; alle drei gehen gerne spazieren oder ins Schwimmbad. Sprache ist der Schlüssel Das Vertrauen ihrer Familie hat Özkan den Rücken gestärkt. Geboren wird sie 1971 in Hamburg. Ihr Vater stammt aus Ankara, wo er zusammen mit seinem Va­ ter ein Schneideratelier betreibt, bevor er sich 1963 für fünf Jahre von der Bundespost als Gastarbeiter anwer­ ben lässt. Anschließend macht er sich mit seiner Schneiderei in Hamburg selbstständig und holt 1969 seine Frau nach. Ihre Eltern schicken Aygül mit drei Jahren in den Kindergarten, später macht sie ihr Abi­ tur auf einem Gymnasium in Altona. Mit 18 Jahren entscheidet sie sich für die deutsche Staatsbürgerschaft. Aygül Özkan hat dafür gesorgt, dass ihr Sohn Deutsch und Türkisch spricht. "Er soll beide Kulturen kennenlernen, damit er offen und neugierig auf die Menschen zugehen kann." Dazu gehört, dass er die christlichen Feiertage ebenso kennt wie die muslimi­ schen. So ist sie selbst auch aufgewachsen - in beiden Kulturen zu Hause. "Als meine Eltern als Gastarbeiter angeworben wurden, gab es keinen Druck, die deut­ sche Sprache zu lernen", sagt Özkan. "Heute ist das ei­ ne Bringschuld. Wer die deutsche Sprache spricht, ist mittendrin. Wer sie nicht spricht, bleibt außen vor." Freie Zeit gehört der Familie 2004 tritt die damals 32­Jährige in die Hamburger CDU ein. Nach vier Jahren kandidiert Özkan auf ei­ nem Listenplatz für die Bürgerschaftswahl 2008. Im März 2008 sitzt sie zum ersten Mal im Parlament der Hansestadt. Noch im selben Jahr schlägt der damalige CDU­Chef Michael Freytag Özkan als stellvertretende CDU­Landesvorsitzende vor. Die Partei wählt sie. Pa­ rallel zu ihrem politischen Engagement stellt sie unter Beweis, dass sich Familie und Beruf unter einen Hut bringen lassen. 2004, nur gut ein Jahr nach der Geburt ihres Sohnes, übernimmt sie die Leitung des Ge­ schäftskundenvertriebs Nord bei T­Mobile und wech­ selt dann als Niederlassungsleiterin zum Logistikun­ ternehmen TNT Post Deutschland, das zu dieser Zeit in Hamburg eine Filiale mit 400 Angestellten aufbaut. kurzVIta aygüL Özkan 1995-1997: 1998: 1998-2005: 2005-2010: seit April 2010: Rechtsreferendariat in Niedersachsen 2. juristisches Staatsexamen Managerin bei der Deutschen Telekom AG Managerin bei der TNT Post Hamburg Niedersächsische Ministerin für Soziales, Frauen, F amilie, Gesundheit und Integration Foto: Privat Das Magazin für Niedersachsen | 3.2011

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| aktuell | schwerpunkt | niedersachsen | deutschland | international | service | braunschweiger land Abbild der Zeiten Braunschweig ist ein vielfältiges Glanzlicht unter Deutschlands großen Städten. Eine Entdeckungstour mit dem Rad durch Niedersachsens zweitgrößte Metropole, die mit viel Natur, Kultur und als Wirtschaftsstandort auftrumpfen kann. Geschmacksache: Das 1999 gebaute Rizzi-Haus (1) entfachte kontroverse Diskussionen. er aus dem Braunschweiger Hauptbahnhof tritt, erlebt gleich einen Vorgeschmack auf die pulsierende Stadt. Der von Architekten futuristisch gestaltete Busbahnhof setzt das passende Zeichen. Der Besucher, der nur mit kleinem Gepäck angereist ist, mietet sich aber am besten direkt an der seitlich gelegenen Radstation für ein paar Euro den für Braunschweig passenden fahrbaren Untersatz. Mit dem Velo geht es dann entspannt in Richtung Innenstadt. Und schon nach einigen Metern wird rechter Hand gleich das erste unschlagbare Argument für den niedersächsischen Ort sichtbar - ein Naherholungsgebiet im wahrsten Sinne des Wortes. Denn Braunschweigs City ist von einem Naturgürtel umspannt, in dem sich Grünzonen und Parks aneinanderreihen und den westlichen wie östlichen Umlaufgraben der Oker begleiten. Auf dem Fluss fahren die Einheimischen gerne mit dem Boot, oder sie treffen sich in einem der malerischen, direkt am Wasser gelegenen Das Magazin für Niedersachsen | 3.2011

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Restaurants. Zur Dämmerstunde bietet sich die Tour mit einem Floß an, auf dem Autoren aus ihren Krimis lesen (siehe Kasten Seite 34). Fotos: Nils Hille; Stadtmarketing Braunschweig; Wikipedia Commons; Brunswick Kunst und Kulturstätten Erst mal geht es aber mit dem Fahrrad weiter. Der Wasserlauf lässt sich gerade zu Beginn am Löwenwall und Museumspark wunderbar begleiten. Auf der Strecke kommen Radler am Herzog-Anton-UlrichMuseum vorbei, das gerade aufwendig saniert und erweitert wird - eines von vielen Zeichen für die positive Entwicklung der Stadt. Trotzdem muss niemand auf die Kunst aus den vergangenen 3 000 Jahren verzichten. Eine Sonderausstellung in der Burg Dankwarderode, Teil des historischen Zentrums der Stadt, zeigt die interessantesten Stücke. Der Weg führt zunächst weiter im Grünen zu einer anderen Kulturstätte. "Das Braunschweigische Staatstheater mit einem A-Orchester, einem Ballett und einer Schauspielbühne hat Renommee weit über die Stadtgrenzen hinaus", erklärt Oberbürgermeister Gert Hoffmann. Die Zahlen des Hauses unterstreichen seine Aussage. Pro Spielzeit zeigt das Theater mehr als 700 Aufführungen und rund 30 Premieren. Für Konzert- und Sportevents nutzen die Veranstalter zudem Stadthalle und Volkswagen Halle. "Sie bieten Stars des internationalen Showbusiness eine Bühne für große Auftritte und Sportlern wie den Spielern des Basketball-Erstligisten Phantoms Braunschweig eine exzellente Kulisse für ihre Heimspiele", sagt Hoffmann. Internationaler Wissenschaftsstandort Vom Staatstheater führt der Weg weiter an der Oker entlang zu einem von vielen Symbolen für Braunschweigs Zukunft. Die Technische Universität (TU) residiert hier mit ihren Gebäuden auf dem Campus. Etwas versteckt, in der oberen Etage des Hauses der Wissenschaft, serviert das Restaurant "La Cupola" leckere Speisen aus der italienischen Küche - ideal zur Stärkung in der Mittagspause. Bevor es auf dem Fahrrad weitergeht, sollte Zeit für den Blick von der Dach- Moderne und Tradition: Das ehemalige Rüninger Zollhaus ist ein im Renaissancestil erbautes Fachwerkhaus aus dem Jahr 1643 (2). Futuristisch präsentiert sich der Zentrale Busbahnhof der der Stadt (3). Der Altstadtmarktbrunnen (4), auch Marienbrunnen genannt, stammt aus dem Jahr 1408. Das Magazin für Niedersachsen | 3.2011

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terrasse über Braunschweig bleiben. Von hier aus sind auch einige der vielen international renommierten Wissenschaftsstandorte der Stadt zu erkennen; die TU ist dabei nur einer von insgesamt vierzehn. "Damit ist Braunschweig das Zentrum der forschungsintensivsten Region Europas mit vielen bedeutenden Bundes- und Großforschungseinrichtungen. Die Region gibt fast neun Prozent des Bruttoinlandsproduktes für Forschung und Entwicklung aus", erklärt Ul- rich Stegemann, Dezernent für Finanzen, Sport und Grünflächen der Stadt. Und nicht nur in diesem Sektor ist Braunschweig Kompetenzzentrum. Insbesondere zwei weitere Wirtschaftszweige sorgen für Arbeitsplätze und Ansehen weit über die Grenzen der Stadt hinaus. Dies ist zum einen der Bereich Finanzdienstleistungen mit der VW Financial Services AG, der Öffentlichen Versicherung und der vor einigen Jahren gegründeten Wer war es? Bei der Krimitour auf der Oker (1) kommen kniffelige Fälle zum Vortrag. Geistiger Beistand lässt sich im Dom Sankt Blasii finden (2). die StAtionen und Weitere tippS Krimitour auf der oKer Öffnungszeiten: freitags, samstags und sonntags um 19:00 Uhr Bis 25. September buchbar bei der Touristeninformation unter: 0531/470 20 40 eintracht BraunSchweig Mannschaft der Zweiten Fußballbundesliga. Stadion für 24 000 Besucher. Hamburger Straße 210 eintracht.com dom SanKt BlaSii Burgplatz Öffnungszeiten: täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet, außer bei Gottesdiensten oder Veranstaltungen braunschweigerdom.de reStaurant lacuPola Pockelsstraße 11, im Haus der Wissenschaft 0531/166 08 StaatStheater BraunSchweig Am Theater 0531/123 45 67 staatstheater-braunschweig.de BraunSchweigiScheS landeSmuSeum Burgplatz Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet, donnerstags bis 20 Uhr 0531/53 11 21 50 landesmuseum-bs.de Stadthalle und VolKSwagen halle 01805/33 11 11* stadthalle-braunschweig.de volkswagenhalle.de Zeitorte Burg danKwarderode Burgplatz Öffnungszeiten: mittwochs von 13 bis 20 Uhr, dienstags sowie donnerstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet 0531/12 15 26 18 Von der Urzeit über das Mittealter und die Industrialisierung bis hin zur Gegenwart: Bei der Initiative ZeitOrte wurden 80 interessante Anlaufpunkte aus allen Epochen zusammengestellt. Sie alle liegen im Braunschweiger Land. zeitorte.de PhantomS BraunSchweig Basketballbundesliga-Mannschaft mit Heimspielen in der Volkswagen Halle newyorkerphantoms.de *14 Cent pro Minute aus dem Festnetz; Mobilfunk maximal 42 Cent pro Minute Das Magazin für Niedersachsen | 3.2011 Fotos: Stadtmarketing Braunschweig; Wikipedia Commons

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| service | international | deutschland | niedersachsen | schwerpunkt | aktuell | braunschweiger land Braunschweigischen Landessparkasse. Zum anderen hat sich der Sektor Verkehrstechnik bestens entwickelt. Dazu zählen mittlerweile neben dem Campus Forschungsflughafen und dem künftigen Niedersächsischen Forschungszentrum Fahrzeugtechnik rund 30 weitere Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Behörden und Bundesämter. "Braunschweig hat sich in den vergangenen zehn Jahren als einer der TopTechnologiestandorte etabliert. Im Zukunftsatlas 2010 von Handelsblatt und Prognos stieg die Stadt vom 48. auf den 22. Rang auf ", sagt Stegemann. Prachtbau war im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt und in den 1960er-Jahren komplett abgetragen worden. Vor vier Jahren konnte die Fassade am zentral gelegenen Schlossplatz mit mehr als 600 Originalteilen aufwendig rekonstruiert werden. Im Schloss haben die Bibliotheken, das Stadtarchiv und das Kulturinstitut ihren Platz gefunden. Hier vereinen sich Tradition und Moderne. Dieses Zusammenspiel funktioniert auch an anderer Stelle in Braunschweigs Mitte. Vor dem Ausklang des Tages in einem der kleinen gemütlichen Restaurants der Altstadt gehört der Besuch des historischen Zentrums zum Pflichtprogramm. An den Burgplatz grenzen der Dom Sankt Blasii, die Burg Dankwarderode und das Braunschweigische Landesmuseum. Bei allen dreien lohnt der Besuch - und dieser führt wie die vielen anderen Kultur- und Freizeitangebote der Stadt nicht selten zur Entscheidung, noch einmal wiederzukommen. Prachtbau aufwendig renoviert Positiv entwickeln konnte sich auch Braunschweigs Innenstadt in den vergangenen Jahren. Zu ihr führt jetzt die kurze Fahrt vom Campus zurück über die Oker. Am Rande der weitläufigen Fußgängerzone stellen die Besucher ihre Räder ab und gehen per pedes weiter. "Für Atmosphäre sorgen gemütliche Straßencafés, urige Kneipen und gute Einkaufsmöglichkeiten in der Innenstadt", sagt Oberbürgermeister Hoffmann. Zahlreiche Einzelhändler bieten ihre Ware an. Rund 150 Geschäfte befinden sich zudem im edlen Einkaufscenter Schlossarkaden, das baulich mit dem neuen alten Residenzschloss verbunden ist. Der Facettenreich: Ein Bummel durch die Schlossarkaden (3) lohnt sich ebenso wie der Besuch der etwas außerhalb gelegenen Klosterkirche Riddagshausen (4). Unten das Wahrzeichen der Stadt: der Braunschweiger Löwe. Gibt's nirgendwo zu kaufen. Deshalb danken wir allen Spendern. Erleben Sie in unmittelbarer Nähe von Cuxhaven die wohltuhende Ruhe des Waldes, genießen Sie ein Bad in der Nordsee. Hotel Königstanne 21789 Wingst o Tel: 04778/300 o Fax: 800 295 Übernachtung mit Frühstück ab 20EUR Termine und Infos 0800 11 949 11 oder DRK.de Das Magazin für Niedersachsen | 3.2011

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| aktuell | schwerpunkt | niedersachsen | deutschland | international | service | Navigator Die Kraft Des Netzes Das Internet setzt Kreativität frei. Es ist Ursprung innovativer Entwicklungen. Sogar die Demokratie zu fördern, soll es imstande sein. Aber das Internet birgt auch Gefahren: Überwachung, Kontrolle, Kriminalität und Spionage. profil gibt einen Überblick über Chancen und Risiken. des Grimme Online Awards über den Preisträger in der Kategorie "Information". DRadio Wissen hat ein thematisch sehr vielfältig gegliedertes Angebot, das von den Besuchern der Website nach eigenen Vorlieben sortiert und so an die persönlichen Interessen angepasst werden kann. wissen.dradio.de den Tagen des Zorns auf dem Tahrir-Platz und dem Kampf der libyschen Rebellen um Freiheit und Würde. karim El-gawhary: die arabische Revolution, kremayr & scheriau 2011, 240 seiten, 22 Euro 80 000 REgissEuRE Menschen in der ganzen Welt folgten dem Aufruf der Internet-Videoplattform YouTube, am 24. Juli 2010 zu filmen, was ihnen wichtig ist. 80 000 Filme (4 500 Stunden Material) aus 192 Ländern wurden eingeschickt und von Joe Walker, Oscar-Preisträger Kevin Macdonald und den Scott-Brüdern Ridley und Tony in fünf Monaten zu 90 Minuten zusammengeschnitten. Herausgekommen ist ein einzigartiger, wunderschöner Film über das Leben. "Life in a day" ist ein Film der krassen Gegensätze - und eine rührende Ode an die Menschheit. life in a day, Regie: kevin macdonald, national geographic/Youtube 2011, länge: 90 minuten, dvd seit dem 7. september im Handel dER gläsERnE usER Rund 70 Minuten täglich verbringen die Deutschen im Internet und hinterlassen permanent digitale Spuren. Reporterin Sabrina Hermsen wagt in der ZDF-Dokumentation nicht nur den Selbstversuch, sondern verfolgt auch das Leben eines regelmäßigen Internetnutzers - im Netz und in der Realität. Der Film zeigt die Auswirkungen, die das leichtfertige Freigeben von Informationen im Internet hat. Hilfe, ich bin nackt! Ein film von sabrina Hermsen und marlene stube Zdf 2011, 30 minuten mediathek: cdunds.de/nackt EngagEmEnt 2.0 Die Initiative Sozialhelden haben die beiden Cousins Jan und Raul ins Leben gerufen, die schon als Kinder immer verrückte Ideen hatten. Weil ein Teil ihrer Familie südamerikanische Wurzeln hat und Raul Rollstuhlfahrer ist, wurden sie schon früh für Probleme wie Armut, soziale Abhängigkeit und Mitleid sensibilisiert. Sozialhelden-Projekte zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie Menschen zur Teilnahme animieren, die sich sonst kaum engagieren. Über das mittlerweile überregional verbreitete Projekt "Pfandtastisch helfen" beispielsweise, bei dem Supermarktkunden Pfandbons spenden können, kamen über 100.000 Euro zusammen, die an die Berliner Tafel gespendet wurden. Ebenfalls auf Sozialhelden zurück geht die Initiative "Wheelmap.org" , eine Internetplattform für Barrierefreiheit. In der offenen Datenbank können Freiwillige Orte als barrierefrei oder nicht zugänglich eintragen. sozialhelden.de tagEbucH dER aRabiscHEn REvolution Monatelang hat Karim El-Gawhary den Aufstand in der arabischen Welt begleitet und fast nonstop darüber berichtet: über Facebook, Twitter und seinen Blog, in Zeitungsreportagen der Hannoverschen Allgemeinen beispielsweise und natürlich im TV. In dieser Zeit ist er zum Gesicht der arabischen Revolution im ORF geworden. Sein Buch ist ein Zeitdokument der besonderen Art. Der Leser wird noch einmal hautnah auf eine Reise mitgenommen: zu den Vorboten der Revolution, dem ersten Aufflammen in Tunesien, nEtZkultuR Welches Potenzial für den Kunst- und Kulturbereich steckt im Web 2.0? Zum zweiten Mal kommen Experten in Duisburg zusammen, um darüber zu diskutieren. Fachleute und Praktiker geben in über 50 Grundsatzreden, Arbeitskreisen und im persönlichen Gespräch neue Einblicke in das Thema. Auf Einsteiger warten Grundlagenworkshops, auf Fortgeschrittene vertiefende Vorträge und Diskussionsrunden. An der Planung kann sich jeder über Facebook beteiligen. staRtconference, 17. bis 18. nov. 2011, duisburg startconference.org Radio dER Zukunft "DRadio Wissen überzeugt durch seine ganz besondere Art, Radio und Internet miteinander zu verbinden", urteilt die Jury Das Magazin für Niedersachsen | 3.2011

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| service | international | deutschland | niedersachsen | schwerpunkt | aktuell | Leserbriefe ihre meiNuNg zum heft Wenn auch Sie mit unseren Politikern diskutieren möchten, schreiben Sie uns. Ehrenamt Mit viel Interesse lese ich regelmäßig jede Ausgabe von "profil" und hier besonders das Thema "Die gute Idee". Jürgen Fluhr, Wallenhorst Landes-CDU mit viel Mut, Geldern und Forschungsaktivitäten in die Förderung einklinkt und eine echte Energiewende vorantreibt. Ebenso hoffe ich, dass sich die deutsche Forschung endlich beeilt, international führend wird und damit auch Arbeitsplätze und Gewinne schafft. Denn anders als der unberechenbare Wind sind Erdwärme und Gezeiten sicher und berechenbar. Das sind Zukunftsenergien, über die Sie in "profil" berichten sollten! Dr. Rudolf Köhler, Lehrte Ungeachtet dessen steht es schlecht um eine gerechte, beide Geschlechter erfassende Sozialdienstregelung. Denn solch ein Dienst wäre immer noch behaftet mit dem Makel der Nazizeit. Keine der etablierten Parteien möchte darum dieses heiße Eisen anfassen. Aber mit genügend Freiwilligen zu rechnen - das ist nicht mehr als eine schwache Hoffnung! O. Röhl, Kakenstorf Energiewende Ausgabe 1 /2010, Seiten 15 ff. Ausgabe 2 /2011, Seiten 12 f. In zwei zurückliegenden Ausgaben von "profil" setzt die CDU beim Thema Energiewende fast ausschließlich auf die Windenergie. Das ist weiß Gott christlichkonservativ, aber wenig effektiv - und in längeren Fristen gedacht nicht zukunftsfähig! Wir sollten auf zwei viel effektivere Zukunftsenergien endlich auch politisch zugehen, und zwar Erdwärmeenergie und Geothermie - ich verweise auf das "Genesys"-Projekt auf dem Gelände der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in Hannover-Lahe - sowie Gezeitenkraftwerke. Letztere könnten nach Expertenmeinung mehr als zehn Prozent des Bedarfs an Elektrizität decken, denn das Meer liefert Energie ohne Ende. Ich hoffe, dass sich die Mit großem Interesse lese ich immer wieder die neueste Ausgabe von "profil". Birgit Butter, Buxtehude-Hedendorf "Zeit für Verantwortung" Ausgabe 2.2011, Seite 45 Endlich regen sich Stimmen für ein umfassenderes, wirksameres und meines Erachtens längst notwendiges Sozialdienstsystem! Dass der als Ersatzwehrdienst bisher praktizierte Sozialdienst in Heimen, Krankenhäusern etc. mit der Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht zusammenbrechen würde, war nicht schwer vorauszusehen. Ob der ehemalige Verteidigungsminister Guttenberg sich bei seiner letzten "Blitzaktion" darüber Gedanken gemacht hat, werden wir wohl nicht mehr erfahren. mEinung | fRagEn | WünscHE Debattieren Sie mit und senden Sie uns Ihre Leserbriefe an profil@ cdu-niedersachsen.de (Betreff: "Leserbrief") oder die Redaktionsadresse von profil. Das Magazin für Niedersachsen. Nennen Sie den Artikel, die Ausgabe und die Seite, auf die sich Ihr Leserbrief bezieht. Es werden nur solche Leserbriefe abgedruckt, bei denen Name und Adresse vollständig angegeben sind. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe sinngemäß zu kürzen. Ein Recht auf Publikation besteht nicht. sie frageN - wir aNtworteN Fotos: Sozialhelden; Kremayr & Scheriau; National Geographic/YouTube; CDU Es als Fortschritt zu mehr Gerechtigkeit hinzustellen, dass die GEZ-Gebühren künftig über das Einwohnermeldeamt kassiert werden, ist schon heftig. Genau das Gegenteil ist der Fall: Bei dieser Lösung zahlen Menschen, die den öffentlich-rechtlichen Rundfunk ablehnen, Gebühren an eine extrem verschwenderische und höchst uneffektive "Organisation". Die GEZ-Gebühren werden zur Haushaltssteuer und damit zu einer ungerechtfertigten Steuererhöhung für alle. Öffentlich-rechtlicher Rundfunk in seiner jetzigen Form gehört abgeschafft! Er ist ein Relikt aus der Vergangenheit. Josef Kunert, Bösel Ich halte den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland für unverzichtbar. Die politische, gesellschaftliche, wirtschaftliche, kulturelle und sportliche Berichterstattung, die ARD und ZDF täglich in unsere Haushalte bringen, sind ein großer Gewinn für die Medienlandschaft. Hinzu kommen vielfältige Angebote in den Radioprogrammen. In der heutigen, medial schnelllebigen Zeit ist es wichtig, dass wir einen staatsfernen und gesichert finanzierten Rundfunk haben, der nicht abhängig ist von "Quotendruck" oder Werbeeinnahmen. Es ist ein hohes Gut unserer Demokratie, dass wir einen unabhängigen öffentlich-rechtli- chen Rundfunk haben, der losgelöst von parteipolitischen oder wirtschaftlichen Interessen sachlich und informativ berichtet. Es ist übrigens bereits heute so, dass die Einwohnermeldeämter die Rundfunkanstalten über An- und Ummeldungen informieren. Neu ist nur der einmalige Datenabgleich, der durch den Systemwechsel notwendig wird. Das führt dazu, dass endlich die bisherigen Schwarzseher zur Finanzierung des Rundfunks beitragen. Wittich Schobert MdL Das Magazin für Niedersachsen | 3.2011

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Wie funktioniert eigentlich eine Kommunalwahl? Am 11. September finden in ganz Niedersachsen Kommunalwahlen statt. Doch was sind Kommunalwahlen eigentlich? Wie laufen sie ab? Und warum ist Kommunalpolitik überhaupt wichtig? Der schlaue WilfrieD fragt nach. In der Kommunalpolitik werden jeden Tag wichtige Entscheidungen getroffen: Ob es neue Fahrradwege gibt, ob eure Schule Ganztagsangebote machen kann oder ob euer Fußballplatz neue Tore bekommt. Wenn ihr in einer Großstadt wohnt, bestimmt über all diese Fragen euer Oberbürgermeister zusammen mit dem Rat der Stadt. Wohnt ihr auf dem Land, machen das der Landrat und der Kreistag sowie der Bürgermeister und die Stadt- oder Gemeinderäte. Bei den Kommunalwahlen am 11. September werden in erster Linie die sogenannten "kommunalen Gremien", also Stadträte, Gemeinderäte, Ortsräte und Kreistage, neu gewählt. Was sind ein Kreistag und ein Gemeinderat? Im Gemeinderat, im Stadtrat und im Kreistag sitzen Bürger, die bei den vergangenen Kommunalwahlen gewählt wurden. Das sind die sogenannten Rats- oder Kreistagsmitglieder. Schaut mal genau hin, vielleicht ist einer eurer Nachbarn dabei. Je nachdem, wie groß die Gemeinde oder der Kreis ist, sind auch im Gemeinderat oder Kreistag unterschiedlich viele Rats- oder Kreistagsmitglieder. Die schauen dem Bürgermeister oder dem Landrat genau auf die Finger, ob er alles richtig macht. Sie entscheiden vor allem darüber, ob der Bürgermeister oder Landrat für ein Projekt - wie zum Beispiel neue Radwege oder Tore für den Fußballplatz - Geld bekommt. Das ist eine sehr wichtige Aufgabe. Das Magazin für Niedersachsen | 3.2011 Illustration: Marcela Montenegro

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| service | international | deutschland | niedersachsen | schwerpunkt | aktuell | Jugendseite Wer darf bei den Kommunalwahlen wählen? Gewählt werden die kommunalen Gremien vom Volk, genauer gesagt von allen Wahlberechtigten. Bei den Kommunalwahlen in Niedersachsen am 11. September sind alle niedersächsischen Bürger ab 16 Jahren wahlberechtigt, die eine europäische Staatsangehörigkeit haben und mindestens seit drei Monaten in Niedersachsen leben. Wie wird gewählt? Am Wahlsonntag, dem 11. September, dürfen die Wahlberechtigten in ein sogenanntes "Wahllokal" gehen. Das kann ein Zimmer im Rathaus sein oder euer Klassenzimmer in der Schule. Dort geben sie ihre Stimmen ab. Das heißt, die Wähler kriegen einen großen Zettel mit vielen Namen drauf. Das sind die Namen der Kandidaten, die in den Gemeinde- oder Stadtrat oder den Kreistag wollen. Von allen Namen dürfen die Wähler jeweils drei ankreuzen. Da suchen sie sich die Kandidaten heraus, von denen sie meinen, dass sie ihre Interessen im Stadtrat oder Kreistag besonders gut vertreten werden. Die Wähler können aber auch alle drei Stimmen einem einzigen Kandidaten auf dem Zettel oder der Gesamtliste der Partei geben. Das nennt man "kumulieren". Die Kandidaten mit den meisten Stimmen auf den Parteilisten dürfen in den nächsten fünf Jahren im Stadtrat oder Kreistag mitarbeiten. Wann werden die Bürgermeister oder Landräte gewählt? Manche Bürgermeister und Landräte werden auch am 11. September gewählt. Das ist aber nur dort der Fall, wo der Amtsinhaber vorzeitig ausscheidet. Denn die Kommunalwahl findet alle fünf Jahre statt. Die Amtszeit der Bürgermeister und Landräte beträgt aber acht Jahre. Das Magazin für Niedersachsen | 3.2011

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| aktuell | schwerpunkt | niedersachsen | deutschland | international | service | Kalender Das Beste im herBst Wilhelmshaven 10. JADe WeSeR PORT CUP Harsefeld Winsen Leer Oldenburg Lüneburg Walsrode FIlMFeST OlDenBURg Lingen Damme  Celle Gifhorn Hannover Braunschweig Wolfenbüttel OxFAM TRAIlWAlKeR Hameln eIn ABenD MIT CASAnOvA Bad Harzburg Osterode  september Wahlkampfkundgebung mit Bundeskanzlerin Angela Merkel: 17 Uhr, Schlossplatz, Winsen/Luhe, 19.30 Uhr: Marktplatz, Lingen Magnifest Braunschweig: In den historischen Gassen herrscht buntes Treiben. Ein Kunsthandwerkermarkt mit historischem Flair am Ägidienmarkt. Magniviertel, Braunschweig 1.9. scher Markt mit über 90 Ständen für Garten, Haus und Wohlbefinden. Klosterpark Harsefeld, Herrenstraße Regionalkonferenz der CDU Deutschlands mit Bundeskanzlerin Angela Merkel: Weser-Ems-Halle, Oldenburg Celler Hengstparade: Seit über 100 Jahren finden traditionell im Niedersächsischen Landgestüt an den letzten beiden Wochenenden im September die Celler Hengstparaden statt. Niedersächsisches Landesgestüt, Celle 10. Jade Weser Port Cup: vier Tage voller maritimer Höhepunkte. Wilhelmshaven 2.9.-4.9. 24.9. 24.-25.9. 2.9.-4.9. Oxfam Trailwalker - der Spendenlauf im Harz, Osterode 4.9. 27. Markt für Töpfer- und Kunsthandwerk, Damme 18. Internationales Filmfest Oldenburg: in der internationalen Festivallandschaft eines der wichtigsten Events für unabhängiges Kino in Europa, Oldenburg 14.9.-18.9. 30.9.-3.10. 30.9.-9.10. 18.9. Harsefelder Herbstzauber: In den Überresten des Benediktinerklosters findet der traditionelle "Herbstzauber" statt. Ein ökologi- 404. Oldenburger Kramermarkt: Mit jährlich etwa 1,5 Millionen Besuchern auf dem 90 000 Quadratmeter großen Freigelände an der Weser-Ems-Halle zählt der Oldenburger Kramermarkt zu den größten Volksfesten in Deutschland. Oldenburg Das Magazin für Niedersachsen | 3.2011

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| impressum | oktober 1.-3.10. 2. Internationales Harzer Oldtimertreffen: Bad Harzburg, Auf der Rennbahn Herausgeber: CDU in Niedersachsen Hindenburgstraße 30 30175 Hannover Tel.: 0511/2 79 91-0 V. i. S. d. P. : Ulf Thiele, Generalsekretär der CDU in Niedersachsen Redaktionsanschrift: Redaktion "profil" Hindenburgstraße 30 30175 Hannover Tel.: 0511/2 79 91-0 Fax: 0511/2 79 91-50 E-Mail: profil@cdu-niedersachsen.de Verlag, redaktion und Anzeigenleitung: corps. Corporate Publishing Services GmbH, Kasernenstraße 69, 40213 Düsseldorf Chefredaktion: Wilfried Lülsdorf (corps) Torben Stephan (CDU) Chef vom Dienst: Simon Flohr redaktionsleitung: Mirko Hackmann redaktion: Daniel Ferling Anzeigenleitung: Ralf Zawatzky Telefon: 0211/5 42 27-662 ralf.zawatzky@corps-verlag.de Anzeigenmarketing: Andrea Menzel Telefon: 0221/16 84 67 43 andrea.menzel@corps-verlag.de Art-Direktion: Katharina Höhner bildredaktion: Achim Meissner titelbild: CDU Druckerei: Weiss-Druck GmbH & Co. KG, Hans-Georg-Weiss-Straße 7, 52156 Monschau Lithografie: TiMe GmbH, Glückaufstraße 57, 45481 Mülheim an der Ruhr Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Verwendung nur mit Genehmigung. © CDU in Niedersachsen 1.-3.10. lüneburger Sülfmeistertage: auch bekannt als "Kopefest" - drei tolle Tage mit Musik, Tanz, Theater, mit wilden Wettspielen und grandiosem Festumzug. Lüneburg 503. gallimarkt: Der Gallimarkt in Leer beginnt alljährlich am zweiten Mittwoch im Oktober mit dem traditionellen Viehmarkt am frühen Morgen. Einst war der "Markt zu Sankt Gallus" ein reiner Kram- und Viehmarkt. Von nah und fern zogen die Händlerscharen mit ihren Karren oder per Schiff nach Leer, um ihre Waren feilzubieten. Erst in den Sechzigerjahren des 19. Jahrhunderts fanden erste Karussells Einzug ins Marktgeschehen. Leer 12.-16.10. 14.10. ein Abend mit Casanova auf Schloss Wolfenbüttel: Casanova höchstselbst gibt sich die Ehre und lädt zu einem stilvollen Abend ein. Er wird dort Bericht erstatten über sein Leben und Lieben (Kartenreservierung notwendig). Wolfenbüttel Fotos: JadeWeserPort-CUP AG; Filmfest Oldenburg; Stadtmarketing Wolfenbüttel; Wolfgang K. Klika; M. Schreiner; Lüneburg Marketing GmbH; CDU; Fotolia landesausschuss der CDU in niedersachsen: 11 bis 13 Uhr, Parkhotel Kronsberg, Hannover 15.10. JU Deutschlandtag. Braunschweig 21.-23.10. noVember 4.11.-20.11 7. Ostfriesische Krimitage: Die Ostfriesischen Krimitage gehören zu den größten Literaturfestivals Nordwestdeutschlands. Schwerpunkt in diesem Jahr: der kulinarische Krimi. Leer und andere Orte 24. Parteitag der CDU Deutschlands. Leipzig 13.-15.11. Ab 18.11. Frei-eisbahn im Kurpark: Im Kurpark in unmittelbarer Nähe der Soletherme mit der Saunaerlebniswelt heißt es "Bahn frei" auf dem spiegelglatten Untergrund der Frei-Eisbahn. Kurpark, Bad Harzburg Kreisgeschäftsführertagung der CDU in niedersachsen. Hotel Forellenhof, Walsrode neumitgliedertreffen der CDU in niedersachsen. Wilfried-Hasselmann-Haus, Hannover 22. und 23.11. 25.11. 26.11. grundlagenseminar für Schülervertreter der Schüler Union niedersachsen, 11 Uhr, Kaiser-Wilhelm-Ratsgymnasium, Hannover Das Magazin für Niedersachsen | 3.2011

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| entscheidungsträger | für schnelle entscheidungen Hermann Bröring | Wenn der emsländische Landrat abends sein Büro verlässt, ist sein Schreibtisch leer. "Wenn mein Tisch nicht aufgeräumt ist, ist mein Kopf nicht aufgeräumt", beschreibt Hermann Bröring seine Philosophie. 2007 hat er sich von der Mahagoni-Einrichtung seines Vorgängers getrennt, das Büro neu geordnet und einen Schreibtisch mit wenig Stauraum angeschafft. Das Prinzip klingt einfach: Wenig Ablagemöglichkeiten zwingen zu schnellen Entscheidungen. Die Büste von Ludwig-Windthorst im Rücken und das Niedersachsenross im Blick, leitet der 66-Jährige seit 20 Jahren die Geschicke des Emslandes. Auf der Schreibtischunterlage liegt eine bronzene Devotionalie. "Die hat mir ein Journalist nach dem Transrapid-Unglück von einer Wallfahrt mitgebracht", erinnert sich der Landrat an die schwersten Momente seiner Amtszeit. Am 1. November ist Schluss. Hermann Bröring tritt zur Kommunalwahl am 11. September nicht mehr an. Das Magazin für Niedersachsen | 3.2010 Foto: Torben Stephan

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